Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2019Potsdam

Feuerwerkvergrößern

Abschlusskonzert am Neuen Palais (Photo: St. Gloede)

Musen

Vom 8. bis 23. Juni laden die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci zum Festspielthema «Musen» in Potsdams Schlösser und Gärten ein und fragen nach dem Wesen der Inspiration. Unter Leitung der neuen Intendantin Dorothee Oberlinger loten die Programme das kreative Zusammenspiel der Künste aus. Interdisziplinäre Produktionen liegen ihr dabei besonders am Herzen: Ein Flötentag, eine Commedia-Nacht, das traditionelle Fahrradkonzert, kulinarische Schlosskonzerte, illuminierte Open Airs und zwei neue Musiktheaterproduktionen.

Hochkarätige Künstler und Künstlerinnen wie Nuria Rial, Andreas Scholl, Sonia Prina, Vesselina Kasarova, Christine Schornsheim, Skip Sempé oder Michael Wollny präsentieren ihre meist eigens für die Festspiele konzipierten neuen Programme an einzigartigen Spielstätten.

Die Musikfestspiele behalten ihren klaren Fokus auf der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis. Neue Musik, Jazz und neue Konzertformate setzen Kontrapunkte. Die Gemeinschaft der Musen auf dem Parnass, angeführt von Apoll, ist wohl das schönste Bild für das inspirierende Miteinander schöpferischer Kräfte und die Wertschätzung der Kunst. Nicht umsonst machte Dorothee Oberlinger Friedrich II. es zum Leitmotiv seiner Regentschaft. Angeregt vom genius loci ihrer Schauplätze erkunden die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci die Beziehungen der Musik zu den Schwesterkünsten. Sie lassen die leibhaftigen «Musen» hochleben, die große Künstler zu Meisterwerken beflügelten, und gehen auf die Suche nach den Quellen der Inspiration.

Auswahl aus dem Programm

Why are all the Muses mute?

Wenn die Musen schweigen, ist die Welt ein freudloser Ort: Die schöpferischen Kräfte des Menschen liegen brach. Wie kein zweiter beschwört Barockmeister Purcell die weltverwandelnde Kraft der Musen. Auch Berios Musik überführt die Worte in eine neue Dimension – bis sie der Sängerin im Halse stecken bleiben. Was bringt die Musen also zum Verstummen? Ein auf- und anregender Abend um Macht und Ohnmacht der Musen. In Kooperation mit dem Museum Barberini: Sie können vor dem Konzert zwischen 18:00 und 19:00 Uhr die Ausstellung »Picasso. Das späte Werk« besuchen, nur mit gültigem Konzertticket.

Orchestra & Choir of the Age of Enlightenment
Salome Kammer, Gesang
Laurence Cummings, musikalische Leitung

Werke von Henry Purcell und Luciano Berio

Sa, 8. Juni 19:30 Uhr Nikolaikirche

Eröffnungsfest am Alten Markt

DJ Jueri Gagarino & Ensemble, VJ haegar

Lichtinstallation von Vladimir Grafov

Purcell- und Dowland-Remixes mit elektronischen Klängen

Sa, 8. Juni 21:30 Uhr Alter Markt (Open Air)

Beethoven & Breakfast/Brunch

Wolfgang Holzmairvergrößern

Wolfgang Holzmair (Photo: Ernest Gruber)

»Bei Männern, welche Liebe fühlen« werden auch kreative Kräfte frei. Das Leben des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II. kennt mehr als sieben Variationen über das Thema – man hat ihm gar Beethoven als außerehelichen Sohn unterschieben wollen! Wahr ist, dass dieser dem cellobegeisterten Monarchen diverse Werke widmete und vor ihm spielte. Hier im Palmensaal, wo ein formidables Musikertrio einige der schönsten Kinder präsentiert, die Beethoven mit seiner Muse zeugte: Der wahren unsterblichen Geliebten, die ihm immer treu blieb.

Vor dem Kunstgenuss wird in der Pflanzenhalle erst einmal opulent getafelt. Zubereitet von Lena Mauer – à la maison. Ticketpreis exklusive Getränke.

Wolfgang Holzmair, Bariton
Marco Testori, Violoncello
Costantino Mastroprimiano, Hammerflügel

So, 9. Juni 9 Uhr So, 9. Juni 13 Uhr Palmensaal & Pflanzenhalle, Neuer Garten

Händels Terpsichore

Barockprojekt mit Studierenden aus Salzburg, London und Bremen sowie der Tanzkompanie Chorea Basileae,

Opéra-Ballet von Händel und Ballettphantasie «Les Caractères de la danse» von J.-F. Rebel

Pfingstsonntag, 9. Juni 11 und 16 Uhr Orangerieschloss Sanssouci

Der musische König

Führung zu Friedrich Wilhelm II. durch das Marmorpalais mit Heike Kleinert.
Treffpunkt: Eingang Marmorpalais Neuer Garten

9. Juni 12Uhr und 16Uhr Marmorpalais Neuer Garten

Die neunte Muse

Mojca Galvergrößern

Mojca Gal (Photo: Susanne Drescher)

Ballettpantomime mit Barockmusik

Auf der Hauptallee im Park Sanssouci unweit der Neuen Kammern haben die Musen eine ständige Vertretung. Doch in der perfekten Symmetrie des Rondells ist nur für acht von ihnen Platz. Urania bleibt in der Werkstatt des Bildhauers zurück – und von Apoll berührt, erwacht seine Schöpfung plötzlich zum Leben! Ein alter Künstlertraum, als Ballettpantomime erzählt von der virtuosen Kompanie Mojca Gals mit den Mitteln barocker Tanzkunst in all ihrem leichtfüßigen Raffinement, beflügelt von Musik voller Schwung und Grazie von Caspar Ferdinand Fischer und Johann Christian Schieferdecker.

Bei schlechtem Wetter tanzen die Musen in der Pflanzenhalle im Orangerieschloss Sanssouci. Weitere Informationen erhalten Sie am Konzerttag ab 15:00 Uhr unter www.musikfestspiele-potsdam.de.

Tanzkompanie Chorea Basileae
Alberto Arcos | Gudrun Skamletz | Antonin Pinget
Mojca Gal, Choreografie & Leitung

Ensemble ad Fontes
Monika Baer, Violine | Anne Simone Aeberhard, Blockflöten | Bruno Hurtado Gosalvez, Viola da gamba | Thomas Leininger, Cembalo

So, 9. Juni 19 Uhr Musenrondell, Park Sanssouci

Offenbachiade

Vesselina Kasarova, Mezzosopran
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Marcus Bosch, musikalische Leitung

Ouvertüren & Arien aus: Die schöne Helena, Die Großherzogin von Gerolstein, La Périchole, Hoffmanns Erzählungen, Ritter Blaubart, Pomme d’Api

Pfingstsonntag, 9. Juni 21 Uhr Communs Neues Palais Sanssouci

Flötentag

Mit Meisterflötistinnen von heute und jungen Meistern von morgen, von der Blockflöte bis zur indischen Bansuri, von Renaissance bis ganz modern

Pfingstmontag, 10. Juni ab 9 Uhr verschiedene Orte

Lunch Konzerte - Chorda Elegans

Chorda Elegansvergrößern

Chorda Elegans (Photo: Chorda Elegans)

Europäische Nachwuchsensembles im Fokus

Heute noch zu Gast im Nachwuchsformat und morgen schon auf großen Bühnen! Bei den regelmäßigen Lunchkonzerten ist die Crème des musikalischen Nachwuchses zu hören – Solisten und Ensembles sind Studierende oder frische Absolventen europäischer Musikhochschulen und brennen darauf, das Publikum zu erobern. Eine Jury unter Vorsitz von Dorothee Oberlinger wählt aus ihren Darbietungen die überzeugendste aus: Der Sieger wird bei den Musikfestspielen 2020 mit einem eigenen Konzert vertreten sein.

Chorda Elegans
Yeuntae Jung, Blockflöte
Yu Ma, Traversflöte
Kaori Kobayashi, Violine
Hyngun Cho, Violoncello
Iason Marmaras, Cembalo

Di, 11. Juni 13 Uhr Foyer Nikolaisaal

Dowland & Jazz

Andreas Scholl, Michael Wollny, Tamar Halperin und Edin Karamazov

Musik von John Dowland im Mix mit Jazzstandards des 20. Jahrhunderts

Oper: Polifemo

Roberta Mameli, João Fernandes
Roberta Invernizzi u.a.
Ensemble 1700
Dorothee Oberlinger, musikalische Leitung

Eine Barockopernrarität von G.B. Bononcini

So, 16. Juni 20 Uhr Di, 18. Juni 20 Uhr Mi, 19. Juni 20 Uhr Do, 20. Juni 20 Uhr Orangerieschloss Sanssouci

Apollon Musagète

Kadir Memiş Company
Kammerakademie Potsdam
Ensemble Sarband u.a.

Tanztheater mit Musik von G.I. Gurdjieff, I. Strawinsky und E. Satie

Fr, 21. Juni 20 Uhr Sa, 22. Juni 20 Uhr Nikolaisaal

Vivaldis Musen: Venezianisches Finale

Flötistinvergrößern

Dorothee Oberlinger

Roberta Mameli, Sonia Prina, Alina Pogostkina, Dorothee Oberlinger, Sonatori de la Gioiosa Marca

Berühmte Arien, Duette und Instrumentalkonzerte von Vivaldi mit Feuerwerk zum Abschluss

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci
Wilhelm-Staab-Str. 10/11, 14467 Potsdam
Tel: 0331-2888828
E-mail: service@musikfestspiele-potsdam.de
www.musikfestspiele-potsdam.de
Ticket-Galerie Nikolaisaal Potsdam, PNNShop, MAZ-Service, Tourist-Infos der PMSG, CTS eventim

Anreise und Touristinformation

Im Anschluss an die abendlichen Konzerte in den Schlössern und Gärten von Potsdam stehen für die Fahrt zum Hauptbahnhof Potsdam kostenlos Sonderbusse bereit.

Tourist-Info am Alten Markt,
Luisenplatz 3, und im Hauptbahnhof
Tel: 0331-27558899
www.potsdamtourismus.de