Brandenburgische Sommerkonzerte 2019Land Brandenburg

Blumenfeldvergrößern

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte bespielen das gesamte Land Brandenburg von Heiligengrabe und Templin im Norden bis nach Stechau und Großkmehlen im Süden, von Brandenburg an der Havel und Lenzen im Westen bis nach Beeskow und Angermünde im Osten. Und das seit fast 30 Jahren.

Die gemeinsame Anreise der Konzertbesucher, auf der bereits erste Informationen über Land und Leute vermittelt werden, die Stärkung an der Kaffeetafel, bei der es gerne auch mal ein Würstchen oder eine Schmalzstulle geben darf, schaffen eine besondere Atmosphäre. Ein gutes Glas Wein in der Konzertpause regt zu Gesprächen über die Musik an. Vor dem Konzert können die Besucherinnen und Besucher bei einer Stadtführung in die Geschichte und die Gegenwart des jeweiligen Ortes eintauchen, Ausflüge zu in der Nähe gelegenen Naturschönheiten unternehmen oder an einer Lesung, die in der Regel einem thematischen Schwerpunkt gewidmet ist, teilnehmen.

Im Mittelpunkt des Gesamterlebnisses steht immer ein hochwertiges Konzert, wobei das Angebot kaum vielfältiger und spannender sein kann: Von der großen Symphonie und Auftritten renommierter Chöre, deren Klänge in den Weiten der brandenburgischen Kirchen eine ganz besondere Wirkung entfalten, über Recitals, Orgelkonzerte und Kammermusik in den unterschiedlichsten Formationen, bis hin zu Jazz und unseren Open-Air-Formaten.

Programm

London Brass

London Brassvergrößern

London Brass (Photo: Daniel Bissi)ll

Britisches Programm mit Werken von
Henry Purcell, Edward Elgar, Chris Hazell, Adele und Stücken wie „Greensleeves“,
„Fantasia on British Sea Songs“,
„A Foggy Foggy May“ u. a.

Das Blechbläser Ensemble London Brass hat seit seiner Gründung vor über 30 Jahren nichts von seiner Virtuosität und charmanten Frische eingebüßt. Das traditionsreiche Ensemble entstand aus dem Gedanken, die Virtuosität und Klangfülle der klassischen Blechbläser-Kammermusik zu pflegen und zeigte dies bereits bei zahlreichen Konzerten wie 2002 bei dem Thronjubiläum der Queen. Mit ihrem Programm „Emphasis on Great Britain“ eröffnen London Brass die 29. Saison der Brandenburgischen Sommerkonzerte festlich mit einem britischen Programmschwerpunkt. Werke von Henry Purcell, Edward Elgar aber auch von Adele oder die Hymne „Greensleeves“ werden zu hören sein. Auch in Neuruppin geht es tagsüber schon festlich zu. In der „Fontane-Stadt“ findet dieses Jahr zum 200. Jubiläum des bekanntesten Wanderers durch die Mark Brandenburg das Festspiel mit zahlreichen Lesungen und weiteren spannenden Programmpunkten statt.

So, 9. Juni 17 Uhr Klosterkirche St. Trinitatis

Alphorn & Bayan

Alphorn & Bayanvergrößern

Alphorn & Bayan

Carlo Torlontano, Alphorn
Massimiliano Pitocco, Bayan

Mit Werken von Anton Zimmermann,
Johann Sebastian Bach, Rainer Bartesch,
Franck Angelis, Leopold Mozart u. a.

Das Duo Alphorn & Bayan wurde gegründet, um zwei Instrumente der traditionellen und populären Kultur bekannt zu machen. Das Alphorn und das Bayan, eine osteuropäische Form des Chromatischen Knopfakkordeons, sollen wie andere Instrumente auch in Konzerthallen zu hören sein. Dadurch wird dem Publikum die Möglichkeit gegeben, die wunderschönen und sensationellen Melodien dieser ungewöhnlichen Instrumente zu hören. Das Leitmotiv des Programms ist „Natur und ihre Kontraste“. Die Klänge laden auf eine imaginäre, einzigartige Reise zu weit entfernten Orten und Erinnerungen ein.

Auch Bad Belzig ist immer eine Reise wert. Das staatlich anerkannte Heilbad des Landkreises Potsdam- Mittelmark, mit über 1000-jähriger Geschichte, trägt den Beinamen „Tor zum Hohen Fläming“. In den verwinkelten Gassen entdeckt man liebevoll restaurierte Bürgerhäuser, die der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.

Sa, 15. Juni 17 Uhr St. Marien-Kirche, Bad Belzig

Duo Stark

Duo Starkvergrößern

Duo Stark (Photo: Uwe Neumann)

Nurit Stark, Violine
Cédric Pescia, Klavier

Wolfgang A. Mozart
Violinsonate C-Dur KV 303

Ernst Bloch
Violinsonate Nr. 1

Franz Schubert
Fantasie C-Dur für Violine und Klavier D 934

Das Duo Stark vereint zwei hochkarätige Solisten:
die in Israel geborene Geigerin Nurit Stark, die als Solistin und Konzertmeisterin auftritt, und Cédric Pescia, der auf den großen Konzertpodien der Welt gastiert und als Klavier-Professor arbeitet. Das Programm zeigt einen spannenden Querschnitt der Literatur für Klavier und Violine. Das Duo präsentiert in Lebusa die Originalität der Violinsonate von Mozart, das breite Ausdrucksspektrum von Bloch und die unverwechselbare Aura von Schuberts Fantasie. Virtuoses Geschick paart sich hier mit musikalischer Sensibilität und intellektu-eller Durchdringung der Werke.

Das Dorf Lebusa ist in dichte Wälder gebettet und gehört zu den ältesten Ortschaften des Elbe-Elster-Kreises. Die Pöppelmannkirche wurde nach dem deutschen Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann benannt. Der Baumeister des Barocks und des Rokokos war vor allem für den Zwinger in Dresden bekannt.

So, 16. Juni 17 Uhr Pöppelmannkirche Lebusa

Orbis Quartett

Orbis Quartettvergrößern

Orbis Quartett

Tilman Hussla, Violine
Meike-Lu Schneider, Violine
Kundri Lu Emma Schäfer, Viola
Martin Knörzer, Violincello

Ludwig van Beethoven
Op. 18 Nr. 4

Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 3, F-dur, Op. 73

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Streichquartett in a Moll, Op. 13 Nr. 2

Die vier Musiker des Streichquartetts studieren alle an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und sind als Quartett Preisträger namhafter Wettbewerbe. Neben den klassischen Streichquartetten baut es sich auch langsam ein Repertoire von Arrangements auf, die sich vom Jazz- über den Popbereich bis hin zu freien Improvisationen erstrecken. Bei diesem Konzert geht es aber klassisch mit einem Programm aus Beethoven, Schostakowitsch und Mendelssohn zu. Das Streichquartett Op. 18 Nr. 4 gehört zu einem von insgesamt sechzehn Streichquartetten, die Beethoven komponierte – eines mehr als Schostakowitsch. Mendelssohn schrieb 1827 das Streichquartett Op. 13 Nr. 2 im Alter von nur 18 Jahren. Dies war das Todesjahr Beethovens, den Mendelssohn sehr verehrte. Konzertlocation wird das Säälchen direkt an der Spree sein. Es liegt auf dem großen Gelände des Holzmarkts, auf dem ein eigener lebendiger und kreativer Kiez entstanden ist.

Sa, 22. Juni 17 Uhr Säälchen (Holzmarkt) Berlin

Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters & Rundfunkchors

Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters & Rundfunkchorsvergrößern

Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters & Rundfunkchors (Photo: Jonas Holthaus)

Johann Sebastian Bach
Kantate BWV 39 „Brich dem Hungrigen dein Brot“
Motette BWV 227 „Jesu, meine Freude“
Motette BWV 229 „Komm Jesu komm“
Kantate BWV 13 „Meine Seufzer, meine Tränen“

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin geht zurück auf die erste musikalische Funkstunde des deutschen Rundfunks im Oktober 1923 und hat sich seitdem eine international anerkannte Position in der ersten Reihe der deutschen Rundfunkorchester und der Berliner Spitzenorchester erarbeitet, die durch den Chefdirigenten Vladimir Jurowski seit 2017 verstärkt wird. Der Rundfunkchor Berlin gründete sich zwei Jahre später und seit der Saison 2015/16 ist Gijs Leenaars Chefdirigent des Chores, der mit rund 60 Konzerten pro Jahr zu den herausragenden Chören der Welt zählt. Bei dem heutigen Konzert musizieren hochkarätige Solisten des Orchesters und Chores. Im Mittelpunkt stehen Kantaten und Motetten von Johann Sebastian Bach. Templin ist auch bekannt als die „Perle der Uckermark“ und kann zu Fuß und zu Wasser umrundet werden. Zu erleben ist der liebenswert erhalten gebliebene Charakter einer Ackerbürger- und Handelsstadt mit romantischen Gassen und märkischen Fachwerkbauten.

So, 23. Juni 17 Uhr Maria-Magdalenen-Kirche,Templin

Stipendiaten der Karajan-Akademie

Stipendiaten der Karajan-Akademievergrößern

Stipendiaten der Karajan-Akademie

Georges Bizet
Themen aus der Oper „Carmen“
(Bearbeitung von Andreas N. Tarkman)

Franz Schubert
Oktett in F-Dur, D 803

Die 1972 gegründete Karajan-Akademie wurde von dem damaligen Chefdirigenten Herbert von Karajan gemeinsam mit Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft gegründet. Ziel ist es, den musikalischen Nachwuchs der Berliner Philharmoniker und ihre herausragende und unverwechselbare Klangkultur zu sichern. Von den jährlich über 500 eingehenden Bewerbungen erhalten aktuell 36 Musikerinnen und Musiker aus 18 Nationen ein Stipendium. Auf dem Programm in der mittelalterlich anmutenden Stadt Luckau stehen in der ersten Konzerthälfte Themen aus George Bizet’s Oper„Carmen“. In der zweiten Hälfte erklingt das Oktett in F-Dur D 803 von Mozart, das zu den bekanntesten Kammermusikwerken für Streicher und Bläser zählt und das längste Kammermusikwerk Schuberts ist. Besonderheiten der Stadt sind die barocken Wohnhäuser, eine fast vollständig erhaltene Stadtbefestigung mit Mauern aus Feld-und Backsteinen und Stadtpromenaden, die auf ehemals vorgelagerten Wällen verlaufen.

Sa, 29. Juni 17 Uhr Pfarrkirche St. Nikolai Luckau

Brandenburgische Orgelreise

Brandenburgische Orgelreisevergrößern

Brandenburgische Orgelreise

Mit Orgeln in:

Eichwalde
Evangelische Kirche
Parabrahm Orgel nach Schmidt

Markgrafpieske
Dorfkirche
Wilhelm Sauer Orgel

Lübben
Paul-Gerhardt-Kirche
Alexander Schuke Orgel

Großkmehlen
Sankt-Georg-Kirche
Gottfried Silbermann Orgel

Die Brandenburgische Orgelreise macht sich aus der Hauptstadt auf nach Eichwalde, über Markgrafpieske, führt weiter in die Kreisstadt des Landkreises Dahme-Spreewald und endet mit einem Konzert im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Die evangelische Kirche in Eichwalde wurde 1908 eingeweiht. Der märkische Backstein in rein gotischem Stil charakterisiert den Kirchenbau, in dem eine Parabrahm-Orgel steht. Sie wurde nach dem vom Berliner Organisten Schmidt erfundenen System unter Verwendung von Seraphonstimmen geschaffen und ist die erste Orgel dieser Art in Deutschland. In der über 100 Jahre alten Dorfkirche in Markgrafpieske befindet sich eine Orgel, die 1898 extra für die Kirche für 4.400 Goldmark vom Frankfurter Orgelbauer Wilhelm Sauer hergestellt wurde. Die spätgotische Hallenkirche in Lübben wurde im 17. Jahrhundert errichtet und nach dem Kirchenliederdichter Paul Gerhardt benannt, dessen letzte Wirkungsstätte sich im Ort befand. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1906 und wurde von Alexander Schuke aus Potsdam gebaut. Sie zählt zu den selten gewordenen spätromantischen Orgeln der Mark Brandenburg. In Großkmehlen steht eine Orgel von Gottfried Silbermann, die 1717 in Auftrag gegeben wurde. Sie zählt zu den schönsten Silbermannorgeln. Er schuf dieses Werk als achtes von insgesamt 45 Orgeln.

So, 30. Juni Eichwalde, Markgrafpieske, Lübben, Großkmehlen

Lars Schwarze

Lars Schwarzevergrößern

Lars Schwarze ( Photo: Alexander Schuke)

Lars Schwarze, Orgel

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Michelangelo Rossi, Antonio Vivaldi, Lars Schwarze u. a.

Lars Schwarze gehört zu den spannendsten Nachwuchsorganisten, ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe wie dem Internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerb 2018 und gewann 2017 bei dem Internationalen Hermann-Schroeder-Orgelwettbewerb den Publikumspreis. Neben seiner regen Konzerttätigkeit als Organist holte er auch schon nationale und internationale Kompositionsaufträge ein. Das Programm zeigt einen Querschnitt deutscher, englischer und italienischer Musik des 16.–18. Jahrhunderts. Neben Originalkompositionen für die Orgel von Bach, Muffat und Pachelbel erklingen auch Bearbeitungen von Orchester- und Chorwerken. Im 16. und 17. Jahrhundert war es für den Organisten Tradition, eine bereits existierende Chormotette auf der Orgel darzustellen und zu kolorieren, wenn für den Gottesdienst kein Chor zur Verfügung stand. Später studierte J.S. Bach den italienischen Barockstil an Konzerten von Vivaldi und übertrug diese auf die Orgel.

So, 30. Juni 17 Uhr St. Georg-Kirche, Großkmehlen

Männergesangsverein Walhalla zum Seidlwirt

Männergesangsverein Walhalla zum Seidlwirtvergrößern

Männergesangsverein Walhalla zum Seidlwirt

Berk Altan, Gesang
Valentin Bezencon, Gesang
Goran Cah, Gesang
Julian Twarowski, Gesang
Philipp Mayer, Gesang

Mit Werken von Max Reger, Johann Strauss, Hanns Eisler, Richard Wagner, Robert Schumann, Stephen Foster u. a.

Ein Türke, ein Israeli, ein Österreicher, ein Pole und ein Schweizer singen. Sie gründen den MGV Walhalla zum Seidlwirt und tragen die Kunst des Männergesangsvereins in neuem Gewand in die Welt. Künstlerisch ausgebildet an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, entdeckten die jungen Herren an geselligen Abenden den reichen musikalischen Schatz der klassischen Volksmusik und klassischen Männerchorliteratur. Das musikalische Repertoire besteht aus klassischer Musik, französischen Chansons, amerikanischen Songs und kunstvoll arrangierten Volksliedern aus den jeweiligen Heimatländern der Sänger.

Angermünde trägt seit 2010 das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ und ist umgeben von zahlreichen Seen. Mit 326 km2 zählt Angermünde zu einer der flächengrößten Gemeinden Deutschlands und ist in etwa so groß wie Bremen oder Dresden. Noch weit bis in die südliche Uckermark hinein erkennbar ist das Wahrzeichen der Stadt und heutiger Konzertort – die Stadtkirche St. Marien.

Sa, 6. Juli 17 Uhr Kirche St. Marien Angermünde

Boris Kusnezow & Antje Weithaas

Boris Kusnezow & Antje Weithaasvergrößern

Boris Kusnezow & Antje Weithaas (Photo: Irène Zandel / Marco Borggreve)

Boris Kusnezow, Klavier
Antje Weithaas, Violine

Witold Lutoslawski
Partita für Violine und Klavier

Wolfgang A. Mozart
Sonate für Klavier und Violine A-Dur, KV 526

Clara Schumann
Drei Romanzen Op. 22

Edvard Grieg
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2, G-Dur, Op. 13

Antje Weithaas begann bereits mit viereinhalb Jahren mit dem Geigenspiel und studierte später in Berlin. Ihr gelingt, voller Energie und beispielloser technischer Souveränität, jedes Detail im Notentext. Ihr Charisma und ihre Bühnenpräsenz fesseln das Publikum, ohne sich je vor das Werk zu drängen. Der Durchbruch des Pianisten Boris Kusnezow begann 2009 mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs. Bald darauf feierte er sein Debüt in der Carnegie Hall und erhielt hervorragende Kritiken von der New York Times. Ihr gemeinsames Konzertprogramm enthält auch drei Romanzen von Clara Schumann, deren 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird.

Im Fläming, einem von Kiefernwäldern und Heide bewachsenen Höhenzug, liegt Treuenbrietzen am Nordhang. Den historischen Stadtkern, mit vielen Fachwerkbauten aus dem 19. Jahrhundert, umgibt ein einzigartiger Grüngürtel mit einer malerischen Landschaft.

So, 7. Juli 17 Uhr St. Marienkirche, Treuenbrietzen

Trio Gaspard

Trio Gaspardvergrößern

Trio Gaspard (Photo: Andrej Grilc)

Jonian Ilias Kadesha, Violine
Vashti Hunter, Violoncello
Nicholas Rimmer, Klavier

Joseph Haydn
Trio in fis-Moll XV: 26

Robert Schumann
Fantasiestücke Op. 88

Camille Saint-Saëns
Trio no. 2 Op. 92

Das 2010 gegründete Trio Gaspard wird besonders für seine einzigartige und frische Annäherung an die Musik hoch gelobt. Neben dem Erforschen und Repräsentieren des traditionellen Klaviertrio-Repertoires ist das Trio bestrebt, selten gespielte Meisterwerke zu entdecken – so auch heute. Haydn’s Trio in fis-Moll XV: 26 ging 1795, kurz nachdem er London endgültig verlassen hatte, in den Druck. Das Adagio gefiel ihm so gut, dass er es für Orchester bearbeitete und in die Sinfonie Nr. 102 aufnahm. Ein mehrsätziges Werk in klassischer Klaviertriobesetzung wurde von Schumann 1842 zum Abschluss seines „Kammermusikjahres“ entworfen. Dieses legt den Grundstein für die fast acht Jahre später veröffentlichten Fantasiestücke Op. 88. Zwischen Saint-Saëns erstem und dem zweiten Klaviertrio aus dem Jahr 1892 lagen 29 Jahre. Im Vergleich zum ersten Trio wirkt dieses ernster und geheimnisvoller. Die perfekte Kulisse für das Konzert liefert das Kloster Stift zum Heiligengrabe, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster.

Sa, 13. Juli 17 Uhr Kloster Stift zum Heiligengrabe

Johann Rosenmüller Ensemble

Johann Rosenmüller Ensemblevergrößern

Johann Rosenmüller Ensemble

Mit Werken von Johann Rosenmüller,
Johann Philipp Krieger, Christoph Bernhard,
Girolamo Frescobaldi, Claudio Monteverdi u. a.

Die „Erfindung“ der Monodie, des vom Generalbass begleiteten Sologesangs um 1600, lockte zahlreiche Musiker aus Nordeuropa nach Italien, um diesen neuen Stil kennenzulernen. Nachdem bereits Heinrich Schütz nach Italien gereist war, reiste auch Johann Rosenmüller im Jahre 1645 nach Venedig. Er studierte den neuen Stil Cavallis, um dessen Opernstil in die deutsche Kirchenmusik einzuführen. Rosenmüllers Synthese, der an Schütz geschulten protestantischen Musikpraxis mit dem italienischen dramatischen Stil, machte ihn zum erfolgreichsten deutschen Komponisten der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seine deutschlandweit aufgeführten Werke wurden zum Namensgeber des Johann Rosenmüller Ensembles, welches 1995 von Arno Paduch in Leipzig gegründet wurde. Auf dem heutigen Programm steht virtuose Musik des 17. Jahrhunderts. Den Mittelpunkt der Klosteranlage Zinna bildet die um 1220 erbaute Klosterkirche St. Maria, deren dreischiffige Pfeilerbasilika spätromanische mit frühgotischen Stilelementen vereint.

Gerwig & González

Gerwig & Gonzálezvergrößern

Gerwig & González

Christine Gerwig, Klavier
Efraín González Ruano, Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre aus „Die Hebriden“ Op. 26

Edward Elgar
Serenade in E-moll Op. 20

Joan Trimble
verschiedene irische Stücke für zwei Klaviere

Gustav Holst
Die Planeten Op. 32

Das Konzertprogramm des Klavierduos Gerwig & González bietet einen britischen Schwerpunkt. Mendelssohn schrieb die Konzertouvertüre „Hebriden“ nach einer Großbritannienreise, bei der er die Hebriden, eine schottische Inselgruppe, besuchte und diese wie ein Landschaftsmaler musikalisch porträtierte. Lieblicher geht es in der Serenade Op. 20 vom englischen Komponisten Elgar zu, einem ursprünglich für Streicher geschriebenen Werk, das er für Klavier zu vier Händen umarbeitete. Eine wahre Entdeckung sind die Stücke der irischen Komponistin Joan Trimble, die in diesen Kleinoden den ganzen Charme der irischen traditionellen Musik einfing. Es folgt eines der epochalsten Werke der Musik aus Großbritannien in seiner sehr selten gespielten Originalfassung für zwei Klaviere – „Die Planeten“ von Gustav Holst. Sieben Planeten werden in dieser suggestiven Musik in ihren aus der griechischen Mythologie stammenden Eigenschaften charakterisiert. Dabei eröffnen die Klaviere einen kompletten Klangkosmos.

Sa, 20. Juli 17 Uhr St. Marienkirche , Beeskow

Regensburger Domspatzen

Regensburger Domspatzenvergrößern

Regensburger Domspatzen (Photo: Michael Vogl)

Roland Büchner, Musikalische Leitung

Mit Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina,
Orlando di Lasso, Josef Rheinberger,
Anton Bruckner, Beatles, Sting u. a.

Die weltbekannten Regensburger Domspatzen sind der wahrscheinlich älteste Knabenchor überhaupt. Vor über 1000 Jahren, im Jahr 975, gründete Bischof Wolfgang eine eigene Domschule, die neben dem allgemeinbildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Den Schülern wurde der liturgische Gesang in der Bischofskirche übertragen. Seit September 1994 leitet Domkapellmeister Roland Büchner den Chor. Ort des Konzertes ist die klassizistische Schinkelkirche in Straupitz mit ihren zwei leuchtend weißen Kirchtürmen, die von dem berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde. Der Baumeister und Architekt fand auf seinen Reisen nach Italien Inspiration und ließ den antiken Stil auch hier zu Lande in seine Arbeiten einfließen. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Straupitz ist die historische Holländermühle. Sie ist die letzte produzierende Dreifachwindmühle Europas mit drei Müllereigewerken unter einem Dach. Dort gibt es noch eine Mahl-, Öl- und Sägemühle zu bestaunen.

So, 21. Juli 17 Uhr Dorfkirche Straupitz

Anna Carewe & Oli Bott

Anna Carewe & Oli Bottvergrößern

Anna Carewe & Oli Bott (Photo: Miroe)

Anna Carewe, Cello
Oli Bott, Vibraphon

Mit Werken von Johann Sebastian Bach,
Henry Purcell, Peter Sculthorpe, George Crumb,
Duke Ellington, Diego Ortiz u. a.

Anna Carewe und Oli Bott spielen Musik ohne Grenzen: Ernste Musik, Unterhaltende Musik, Kompositionen und Improvisationen mit Cello und Vibraphon. Sie lassen die Grenzen zwischen den Genres und Epochen verschwinden und verführen das Publikum, neue Klänge zu genießen und bekannte Klänge neu zu erfahren. In ihrem heutigen Programm nehmen sie die Zuhörer mit auf eine Zeitreise von Alter Musik bis Neuer Musik mit Ausflügen zu Jazz und Improvisationen.

Flecken Zechlin liegt im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und im Südwestzipfel der mecklenburgischen Müritz-Seenplatte. Inmitten endloser Wälder und mehr als hundert klaren Seen erhebt sich der Ort malerisch mit verwinkelten Gassen und Treppen an den Hängen des Schwarzen Sees. Falls Ihnen eine Anreise mit dem Auto oder Bus zu gewöhnlich sein sollte: der See gehört zum Netz der Bundeswasserstraßen und ist daher sowohl von Berlin als auch von Nord- und Ostsee mit dem Boot zu erreichen.

Sa, 27. Juli 17 Uhr Dorfkirche Flecken Zechlin

Alexej Gerassimez & Hiyoli Togawa

Alexej Gerassimez & Hiyoli Togawavergrößern

Alexej Gerassimez & Hiyoli Togawa (Photo: Nikolaj Lund | Anne Hornemann)

Alexej Gerassimez, Perkussion
Hiyoli Togawa, Viola

Mit Werken von Claude Debussy, Astor Piazzolla, Villa Lobos, Johann Sebastian Bach, Alexej Gerassimez, Henri Vieuxtemps u. a.

Die Bratschistin Hiyoli Togawa und der Perkussionist Alexej Gerassimez zeigen auf virtuose Weise ihre Vielseitigkeit: der musikalische Horizont reicht von barocken Tänzen und Präludien über impressionistische Klangmalerei à la Ravel und Debussy bis hin zu spanischem Flamenco oder argentinischem Tango. Romantisches Melos trifft auf kantige Avantgarde-Rhythmen. Ein mitreißendes Programm der beiden Ausnahmemusiker mit kluger Balance aus Populärem und Neuem, das Klassik-Einsteiger ebenso wie Aficionados begeistert.

Ziesar, am südwestlichen Rande Brandenburgs, ist insbesondere durch seine Burg bekannt, die sich auf slawische Wurzeln gründet. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, die in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts am bedeutenden Handelsweg zwischen Magdeburg und Brandenburg entstand, ist die romanische Feldsteinkirche St. Crucis. Schon von weitem tritt ihr Turm, die Stadt hoch überragend, in Erscheinung. Als Entstehungszeit für den Granitquaderbau wird der Anfang des 13. Jahrhunderts angegeben.

So, 28. Juli 17 Uhr Stadtkirche St. Crucis, Ziesar

Sinfonisches Orchester Prag

vergrößern

Stefan Britvik, Musikalische Leitung

Bedr˘ich Smetana
aus „Má vlast /Mein Vaterland“

  1. Vysehrad (eine Prager Burg)
  2. Vltava (Die Moldau)
  3. Sarka (eine Amazonenkönigin)

Leonard Bernstein
aus „West Side Story“
Sinfonische Tänze

George Gershwin
Ein Amerikaner in Paris

Das größte Konzert der Brandenburgischen Sommerkonzerte ist das traditionelle Open-Air Konzert im Schlosspark Stechau, welches aus dem Kalender des Landkreises Elbe-Elster nicht mehr wegzudenken ist. Auch dieses Jahr erwartet die Zuschauer unter freiem Himmel ein außergewöhnliches Programm, nachdem sie den Nachmittag bei kulinarischen Leckereien oder mit selbst befüllten Picknickkörben im Park verbracht haben. Die ersten drei sinfonischen Dichtungen des insgesamt sechsteiligen Zyklus „Mein Vaterland“ (tschechisch „Má vlast“) von Bedr˘ich Smetana eröffnen das Konzert. „Die Moldau“ gehört hier sicherlich zu den populärsten Werken. Nicht weniger berührend sind die „Sinfonischen Tänze“ aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Den krönenden Abschluss dieses beeindruckenden Programms bildet George Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“, bevor das Höhenfeuerwerk den malerischen Schlosspark erleuchtet und die Besucher in den Sommerabend verabschiedet.

Sa, 3. August 20 Uhr Schlosspark Stechau

Stephen Hough

Stephen Houghvergrößern

Stephen Hough (Photo: Sim Canetty-Clarke)

Stephen Hough, Klavier
Ulrich Amling, Moderation

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Ferruccio Busoni, Frédéric Chopin, Franz Liszt und Stephen Hough

Der britische Pianist Stephen Hough zählt zu den profiliertesten und charakteristischsten Pianisten seiner Generation. Neben seiner Karriere als Pianist arbeitet er auch als Komponist und Autor. Er trat auf den großen Bühnen dieser Welt auf und spielte über zwanzig Mal bei den BBC Proms in London. Seine über 50 Platten- und CD-Einspielungen wurden zahlreich prämiert und der Grammophon „Gold Disc“ Award nannte seine Einspielungen der gesamten Saint-Saëns Klavierkonzerte die beste Aufnahme der vergangenen 30 Jahre. 2014 wurde ihm von Queen Elizabeth der britische Ritterorden verliehen. Der Weltstar wird Werke von Bach, Busoni, Chopin, Liszt und eine selbstkomponierte Klaviersonate spielen.

Werder – eine Stadt zwischen Seen, Wäldern und Auen – wird auch die „Insel im Fluss“ genannt. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Insellage der Altstadt, die nur über eine Brücke zu erreichen ist. Umgeben von den Havelseen und Havelarmen liegt die Stadt inmitten von Gewässern und Natur.

Sa, 10. August 17 Uhr Evangelische Heilig-Geist-Kirche

Dorfkirchenkarussell

Mariposa & Viola Wilmsen & Caravan Folkvergrößern

Mariposa & Viola Wilmsen & Caravan Folk (Photo: Künsteler und Timm Kölln)

Mariposa
Viola Wilmsen, Oboe
Caravan Folk Band

Konzerte in:

Penkun
Stadtkirche Penkun
Breite Straße 10, 17328 Penkun

Wartin
Dorfkirche Wartin
Hauptstraße 15, 16306 Casekow

Schönfeld
Dorfkirche Schönfeld
Schönfelder Dorfstraße 16
16307 Tantow-Schönfeld

Das Brandenburgische Dorfkirchenkarussell dreht sich dieses Jahr nicht nur in Brandenburg, sondern auch im äußersten Südosten Vorpommerns, in Penkun, der kleinsten Stadt Mecklenburg Vorpommerns – und es wird abwechslungsreich. Mariposa gleiten auf einer musikalischen Reise von Südamerika nach Osteuropa durch die Landschaft verschiedenster kultureller Stile. Zarte Melodien und schwebende Flächen verwandeln sich in wilde Rhythmen und treibende Grooves. Viola Wilmsen, die Solo-Oboistin des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin ist, seitdem sie einen der renommiertesten internationalen Oboen-Wettbewerbe gewann, weltweit als Solistin und Kammermusikerin unterwegs. Sie spielt ein Solo-Programm mit Stücken von C. P. E. Bach und Britten. Caravan spielt „Interfolk“ aus vier Jahrhunderten und auf mindestens 15 Instrumenten. Interfolk bedeutet hier ein weites Feld der Musik, von Klezmer und Tango, über Shanties und Titel von den britischen Inseln, Russland, Schweden, Ungarn oder dem Balkan.

So, 11. August Penkun - Wartin - Schönfeld

Atos Trio

Atos Triovergrößern

Atos Trio (Photo: Frank Jerke)

Annette von Hehn, Violine
Stefan Heinemeyer, Violoncello
Thomas Hoppe, Klavier

Ludwig van Beethoven
Trio B-Dur Op. 97 „Erzherzog“

Franz Schubert
Trio Es-Dur Op. 100

Das Atos Trio erobert gemeinsam seit 2003 weltweit die großen Konzertreihen und Festival-Podien. Es geht in Ausdruck und Dynamik an die Grenzen. Und mit seinem warmen, homogenen, singulär expressiven Trio-Klang oft weit über das Gewohnte hinaus – und bleibt doch immer stilsicher. Die vollkommene Hingabe an die Musik, die Spielfreude, die fast magisch differenzierte Interpretation werden die drei Ausnahmemusiker heute unter Beweis stellen. Mit ihrem Programm „Gipfelstürmer“ wollen sie auch die Herzen des Publikums erklimmen. Zu hören sein werden das Trio B-Dur Op. 97 „Erzherzog“ von Ludwig van Beethoven und das Trio Es-Dur Op. 100 von Franz Schubert.

An der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt liegt Lenzen (Elbe). Sie gehört zu den kleinsten Städten Brandenburgs und ihr Charme wird durch die zahlreichen Fachwerkhäuser, den historischen Stadtkern, die denkmalgeschützte Altstadt und den Turm der Burg Lenzen ausgema

Sa, 17. August 17 Uhr St. Katharinenkirche, Lenzen

BigBand der Deutschen Oper Berlin

BigBand der Deutschen Oper Berlinvergrößern

BigBand der Deutschen Oper Berlin (Photo: Bettina Stöß | S. Baraniak)

Simon Harrer, Musikalische Leitung
Marc Secara, Gesang

„Count Basie meets Frank Sinatra“
mit Stücken wie „Lady is a Tramp“,
„Come Fly with Me“, „New York, New York“,
„It’s All Right with Me“ u. a.

Unter dem Motto „Count Basie meets Frank Sinatra“ wird es den Besuchern des Konzertes im Amphitheater schwer fallen, ihre Füße still zu halten. Die BigBand der Deutschen Oper Berlin, die 2005 gegründet wurde und mit 22 der besten Musiker besetzt ist, wird bekannte und beliebte Jazz- und Swinghits in dieser außergewöhnlichen Kulisse präsentieren. Zusammen mit dem Sänger Marc Secara werden Songs wie „Lady is a Tramp“, „Come Fly with Me“, „New York, New York“ oder „It’s All Right with Me“ sowie Stücke von Sammy Nestico, der mit Frank Sinatra zusammen arbeitete und zu einem der besten Basie Komponisten und Arrangeure gehört sowie zahlreichen anderen Komponisten zu hören sein.

Das Amphitheater am südöstlichen Ufer des Senftenberger Sees zählt zu den wenigen komplett überdachten Open-Air-Theatern Deutschlands. Zum ersten Mal werden die Brandenburgischen Sommerkonzerte hier Halt machen. Seit 2008 ist das Theater mit Seeblick die Sommerspielstätte der neuen Bühne Senftenberg.

So, 18. August 17 Uhr Amphitheater Senftenberg

Pliquett & Gast

Pliquett & Gastvergrößern

Pliquett & Gast

Joachim Pliquett, Trompete
Arvid Gast, Orgel
Eva-Christina Schönweiß, Violine

Mit Werken von
Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, William Corbett, Max Reger, Felix Mendelssohn Bartholdy, Henry Marteau u. a.

Das Duo Pliquett & Gast wird diesmal von Eva-Christina Schönweiß, Violinistin und seit 2001 Stimmführerin beim Deutschen Symphonie Orchester, unterstützt. In der ersten Hälfte des Konzerts werden Perlen des Barock von Jean Joseph Mouret, William Corbett und Johann Sebastian Bach zu hören sein. In dieser Zeit erlebte sowohl die Trompete als Soloinstrument als auch die Orgel ihre Glanzzeit. In der zweiten Hälfte erklingen romantische und zeitgenössische Werke u. a. von Claudio Cavadini, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Henry Marteau. Die Zuhörer können sich auf eine lebendige Gegenüberstellung barocker und romantischer Werke freuen. Brandenburg ist mit seiner 1000-jährigen Geschichte die älteste Stadt der Mark, ihr Kern ist die von beiden Hauptarmen der Havel umflossene Dominsel. 1165 wurde der Grundstein zum Bau des Doms St. Peter und Paul gelegt, dem heutigen Konzertort der Brandenburgischen Sommerkonzerte.

Sa, 24. August 17 Uhr Dom St. Peter und Paul

Celtic Guitar Journey

Celtic Guitar Journeyvergrößern

Celtic Guitar Journey

Soïg Sibéril, Gitarre
Dylan Fowler, Gitarre
Ian Melrose, Gitarre

Celtic Guitar Journeys ist ein Projekt der drei gestandenen, international gefeierten Akustikgitarristen Soïg Sibéril (Bretagne), Dylan Fowler (Wales) und Ian Melrose (Schottland). Sie zelebrieren ihre keltischen Wurzeln in einer einzigartigen Musik, die aus den drei verschiedenen keltischen Traditionen und vieler anderer Genres schöpft. In ihrem Programm präsentieren sie die Vielfalt der reichhaltigen keltischen Musiktradition wie z. B. schottische Straspheys, irische Jigs, bretonische Gavottes, walisische Slip-Jigs und Slow-Airs (Instrumental Balladen). Keltisch-beeinflusste Eigenkompositionen sind auch ein Teil des Programms, bei denen die Improvisationsfreude und die Jazz-Affinität der Virtuosen zur Geltung kommen. Von sehnsüchtigzart bis fetzig-wild, Celtic Guitar Journeys bietet ein fulminantes Programm. Der Tag in Bergsdorf steht ganz im Zeichen von Großbritannien. Schon vor dem Konzert des Gitarrentrios erklingt im Garten der Kurt-Mühlenhaupt-Scheune am Nachmittag Musik mit Dudelsack, Tuba und Snare Drum.

So, 25. August 17 Uhr Kurt-Mühlenhaupt-Scheune, Bergsdorf

Melton Tuba Quartett

Melton Tuba Quartettvergrößern

Melton Tuba Quartett

Hartmut Müller, Tuba
Heiko Triebener, Tuba
Jörg Wachsmuth, Tuba
Ulli Haas, Tuba

Mit Werken von Leonard Bernstein, Franz Liszt, Gioachino Rossini, Frank Sinatra u. a.

Das Melton Tuba Quartett ist das erste und bis heute einzige Quartett seiner Art in Deutschland, das aus vier Tubisten besteht. Seit der Gründung 1987 hat es sich durch seine zahlreichen Aktivitäten im In- und Ausland einen festen Platz in der Musikwelt gesichert. Seit über 3o Jahren erweist es sich bei seinen Konzerten in aller Welt als ein starker Publikumsmagnet und genießt zu Recht einen herausragenden Status, denn die Vier musizieren mit ihren großen Instrumenten auf einem hohen Niveau. Ihr Programm „Leichte Musik aus schweren Trichtern“ beinhaltet einen Mix von Klassik bis Jazz – unter anderem Stücke von Leonard Bernstein, Franz Liszt, Gioachino Rossini und ein Sinatra-Medley. Die Paretzer Scheune ist eine ehemalige Gutsscheune und wurde bis 2009 landwirtschaftlich und punktuell für Dorffeste genutzt. Um sie für die Aktivitäten des Dorfes zu sichern, hat die Breuninger Stiftung sie erworben. Seit ihrer denkmalgerechten Sanierung 2011 finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt.

Mi, 28. August 17 Uhr Paretzer Scheune

Hofkapelle Weimar

Hofkapelle Weimarvergrößern

Hofkapelle Weimar

Peter Hörr, Musikalische Leitung
Frederik Hanssen, Moderation

Gioachino Rossini
Streichersonate Nr. 4 B-Dur

Carl Philipp Emanuel Bach
Konzert für Violoncello und Streicher A-Dur WQ 168

Gustav Mahler
Adagietto aus der Sinfonie Nr. 5

Ludwig van Beethoven, Gustav Mahler
Streichquartett f-moll Op. 95 für Kammerorchester

Die Hofkapelle Weimar vereint junge, ausgezeichnete Musiker Deutschlands, um sich höchst anspruchsvollen Werken zu widmen. Die Historie der ehemals herzoglichen Hofkapelle steht dabei im Spannungsfeld zwischen barocker und moderner Aufführungspraxis. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, fast vergessene Meisterwerke auf die Bühne zu bringen. Aber auch die großen Klassiker finden hier mit Experimentiergeist, bedingungsloser Offenheit und Mut zu selbstständiger, künstlerischer Leidenschaft ihren kammermusikalischen Raum.

Die märkische Kreisstadt Wittstock liegt in der Ostprignitz, einer weiten, nur von leichten Hügeln durchzogenen Landschaft im Nordwesten Brandenburgs. Dieser noch weitgehend naturbelassene Landstrich zeichnet sich durch karge Sandböden, dunkle Kiefernwälder, grüne Auen, Weiden und Wiesen aus. Die Pfarrkirche St. Marien, eine dreischiffige gotische Hallenkirche, bestimmt die Silhouette der Stadt. Hier treffen Musik und Geschichte aufeinander.

So, 1. September 17 Uhr St.-Marienkirche, Wittstock

Kammerakademie Potsdam

Kammerakademie Potsdamvergrößern

Kammerakademie Potsdam (Photo: Künstler | Nikolaj Lund)

Antonello Manacorda, Künstlerischer Leiter
Cosima Soulez Larivière, Violine

Luigi Boccherini
Sinfonia Nr. 6 d-Moll Op. 12 Nr. 4 G 506
„Casa del diavolo“

Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 218

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonia Nr. 8 D-Dur für Streichorchester

Die Kammerakademie Potsdam, das Orchester der Landeshauptstadt Potsdam und Hausorchester des Nikolaisaals, ist ein sehr gern gesehener Gast der Brandenburgischen Sommerkonzerte. Musikalisch vielseitig, offen für Neues und mit einem historisch informierten wie zeitgemäßen Musizierstil, garantieren sie ein unvergessliches Klangerlebnis höchster künstlerischer Qualität. Solistin bei diesem Konzert wird Cosima Soulez Larivière sein. Sie war 2018 Preisträgerin des Joseph-Joachim-Violinwettbewerbs und ist Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Das Programm schlägt einen Bogen von Sturm und Drang über Klassik zur frühen Romantik Mendelssohns, dessen Streichersinfonien wiederum alle Einflüsse von Sturm und Drang bis Klassik aufgreifen. Jüterbog ist atmosphärisch geprägt durch eine Vielzahl mittelalterlicher Baudenkmäler. Der heutige Konzertort ist die gotische dreischiffige Pfarrkirche St. Nikolai aus dem 15. Jahrhundert. Ihre hoch emporragenden, durch eine Brücke miteinander verbundenen Türme, sind weithin zu sehen.

Sa, 7. September 17 Uhr St. Nikolaikirche, Jüterbog

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

Veranstalter und Informationen

Brandenburgische Sommerkonzerte
Schillerstraße 94, 10625 Berlin
T: 030-8904340, F: 89043440
E-mail: info@brandenburgischesommerkonzerte. de

Anreise und Touristeninformation

Zu den Konzerten werden Bustransfers ab Berlin und Beiprogramme vor Ort sowie Kinderbetreuung angeboten.

Kartenservice

T: 01806-999000222
www.brandenburgische-sommerkonzerte. org