Fantasy-Theaterszene vergrößern
Duda Paiva «BLIND» (Photo: G. Gnaudschun)

24. Internationales Theaterfestival Potsdam

Dienstag, 31. Oktober bis Samstag, 4. November

Experimentierfreudiges Theater, das nach neuen Wegen sucht, Grenzen überschreitet und unterschiedliche Theatertraditionen zusammenführt, bildet einen wesentlichen Programmschwerpunkt beim Internationalen Theaterfestival UNIDRAM. Faszinierende Bilderwelten, visuelle Experimente und das Spiel mit den Möglichkeiten des Theaters um Illusion und Wirklichkeit stehen im spannenden Kontrast zu politischen Positionierungen. Das Spektrum der eingeladenen Produktionen reicht von Bildertheater über Schauspiel und Tanz bis hin zu Performance und Figurentheater.

Mehr als 100 Künstler werden das Kulturareal der Schiffbauergasse vom 31. Oktober bis zum 4. November zu einem lebendigen Ort des Austausches machen. Mit einer Vielzahl deutscher Erstaufführungen präsentiert das Festival insbesondere Stücke von Theatergruppen, die ihre Produktionen zum ersten Mal in Deutschland zeigen.

Mit seinem etablierten Programmkonzept verdichtet das Festival den schnellen Perspektivwechsel von Theater, Tanz und Performance wieder auf fünf Tage. Eine Reihe von Doppelveranstaltungen wird ergänzt durch ein umfangreiches Konzertprogramm. Durch die örtliche Nähe der einzelnen Aufführungsorte hat der Zuschauer die Möglichkeit, bis zu drei Inszenierungen an einem Abend zu erleben. So findet nur ein Teil der Vorstellungen auf den Bühnen des T-Werks statt. Weitere Kooperationspartner des Festivals sind auf dem Kulturareal der Schiffbauergasse das Waschhaus, die fabrik, das Hans Otto Theater und das museum FLUXUS+.

Programm 2017

24. Internationales Theaterfestival Potsdam

PotsdamT-Werk Dienstag, 31. Oktober bis Samstag, 4. November
Theaterszene vor Graffiti vergrößern
AKHE «Between Two. Karmic Storm» (Photo: G. Gnaudschun)

Holzschränke, schaufensterähnlich und lichtzellenartig. Geisterhaft verschwommen darin Gestalten mit Karren voller letzter Habseligkeiten. Ein aus schwerem Lehm aufgetürmter Thron, bemalt mit riesiger Schrift. Possierliche Totenkopffiguren, die vom Merresgrund kommen. Eine mysteriöse Machine aus Glasspulen, die Erinnerungsfäden abwickelt und ein sprechendes Metallauge.

UNIDRAM 2017 durchstreift die Erfahrungsräumedes Unterbewusstseins und die Echokammern der Träume. Archaik, antike Mythen, Beziehungsporträts, fragmentierte Körper, Dämonen, Travestien, schwarzer Humor und neue Magie, Sisyphus, Freud und Shakespeare – inmitten wiedersprüchlicher Geschehnissen und Kollisionen behauptet sich der Mensch als Spurensucher, Schöpfer und autonomes Wesen, das sich gegen Herrschaft, Kontrolle, Fremdbestimmung und Unterwerfung wehrt. So etwa in „Kokoro“ von Lali Ayguadé Co. aus Spanien oder in „Agha Mohammad Khan“ der iranischen Amata Theatre Group. Beide Stücke kreisen thematisch genauso um Fremdheit, Selbstbestimmung und Identität wie die beiden Produktionen „Departure“ und „Cutting Edge“ von WHS aus Finnland, wie „Black Black Woods“ der tschechischen Gruppe Cirk La Putyka oder wie „Here is Shakespeare“ von Les Antliaclastes aus Frankreich, das den Identitätsstreit um den unsterblichen Dichterriesen und die Urheberschaft seiner Werke neu entfacht. Wird dazu dessen Grab geöffnet, um mit der Vergangenheit Zwiesprache zu halten, so verhelfen an der Stelle spezielle ‘Lebensräume’unerzählte Geschichten zu ihrem Recht, wie etwa in der kuriosenHolzhütte in „ÂRTICA“ vom spanischen Ensemble Ponten Pie oder in den bespielten Installationen der niederländischen Gruppe Feikes Huis oder Karla Kracht & Andrés Beladiez aus Spanien.
UNIDRAM feiert seine 24. Auflage an fünf Tagen mit 12 Inszenierungen aus acht Ländern, darunter fünf deutsche Erstaufführungen, und vor allem mit viel Musik nach den Vorstellungen in der Konzerten im Festival-Zelt.
www.unidram.de

Cutting Edge

PotsdamReithalle A Di, 31. Okt 19.30 Uhr
Mi, 1. Nov 20.30 Uhr
Cutting Edge - Kalle Nio / WHS vergrößern
Cutting Edge - Kalle Nio / WHS (Photo: Kalle Nio)

Kalle Nio/ WHS (Finnland)

Es werden Köpfe rollen! Die visuelle Inspiration für „Cutting Edge“ sind historische Gemälde über Enthauptungen als tyrannischer Akt der Grausamkeit, aber auch als Schöpfungsakt. Was lässt sich aus den ultimativen Bildern der Unmenschlichkeit lernen über die Menschheit? Wird die Identität einer Person tatsächlich durch ihr Haupt bestimmt? Und warum sind das Zersägen und Wiederzusammensetzen des Körpers bei Magiern so beliebt? Das Stück dekonstruiert mit viel schwarzem Humor die klassischen Tricks der Magie. Bei gleichzeitiger Schaffung und Zerstörung von Illusionen bewegt es sich dabei zwischen verdrehter Zaubershow, barockem Theater, Grand-Guignol, zeitgenössischem Tanz und Bildender Kunst.

Der Theaterautomat

PotsdamFluxus+ Mi, 1. Nov 18 Uhr
Do, 2. Nov 18 Uhr
Fr, 3. Nov 18 Uhr
Sa, 4. Nov 18 Uhr

Pragmata (Deutschland)

In einer Miniaturbühne: ein Kopf, ein Kasten und ein sprechendes Metallauge. Objekte mit eigenem Willen: Scheren, Messer und Magneten. Dazu eine Fräse, tanzende Kugeln, flüchtige Klänge und suchende Lichter, alles gelenkt von einem allumfassenden Algorithmus. „Der Theaterautomat“ kombiniert mechanisches Theater mit digitalem Objekttheater. Jeweils nur eine Person setzt alles in Gang und verbringt zehn Minuten jenseits der Realität in einer Umgebung aus Maschinen, Automaten und Apparaturen. Inmitten digitaler Allmächtigkeit und ihrer scheinbaren Unkontrollierbarkeit wird seine Rolle als autonomes Wesen dabei neu definiert.

Agha Mohammad Khan

PotsdamWaschhaus Potsdam Mi, 1. Nov 19 Uhr
Do, 2. Nov 19 Uhr
Agha Mohammad Khan - Amata Theatre Group vergrößern
Agha Mohammad Khan - Amata Theatre Group (Photo: Marjan Bayat, Katayoon Lari)

Amata Theatre Group (Iran)

Agha Mohammad Khan war ein König, den die Frauen einen Mann von Bedeutung nannten, der aber nie eine Frau küssen und zärtlich zu ihr sein konnte. Ein König, dessen Stimme einen Widerspruch zur Männlichkeit darstellte, da seine Feinde ihn entmannten. Und ein König, der schreckliche Fehler machte und dem die Macht aus den Händen fiel. Das Stück ist wie ein Traum, in dem der Träumer sich dessen bewusst ist, dass er träumt. Ein atmosphärisches Gemälde in der Einfachheit des Zen, das mit einem extrem kontrastierenden Licht- und Farbenspiel um das Unsichtbare kreist und mittels einer Art szenischer Kalligraphie aus Schweigen und Schmerz die Innenwelt eines tragischen Herrschers nachzeichnet.

Ich, Sisyphus

PotsdamT-werk, Schiffbauergasse Mi, 1. Nov 20 Uhr

Puppet’s Lab (Bulgarien)

Der Stein, der Berg, die Wiederholung – Sisyphus. Kein anderer verkörpert Vergeblichkeit und Mühsal menschlichen Tuns so sehr wie er. Welchen Weg man auch nimmt, wer man auch zu werden versucht, immer wieder kommt man zu sich selbst zurück. Aufbruch, Experiment und Scheitern. Immer alles auf Anfang. Das tänzerische Zusammenspiel zwischen real-menschlichem Körper und gleichzeitiger Animation verschiedenster Figuren, Objekte und Torsi bringt hier immer wieder eigenartige Misch- und Zwischenwesen hervor, die mit sich selbst ringen und auf der Suche sind, vielleicht doch die Lücke im System der Absurdität zu finden, um ihr zu entkommen.

Konzert – Esther Buser

PotsdamT-Werk Mi, 1. Nov 21.30 Uhr
Esther Buser vergrößern
Esther Buser (Photo: Steffan Kugler)

Esther Buser (Schweiz)

In ihrem Programm „Feuermohn“ singt Esther Buser Lieder, die vom Unterwegssein erzählen und von der stillen Sehnsucht, anzukommen. Melodien voll sprühender Lebensfreude wechseln mit melancholischen Klängen. Von einer italienischen Piazza erklingt der feurige Rhythmus der Tarantella und auf das Liebeslied an die Berge erfolgt ein Abstecher nach Südamerika. Esther Buser begleitet die Lieder aus eigener Feder mit Akkordeon und Gitarre.

Black Black Woods

PotsdamWaschhaus Potsdam Do, 2. Nov 18 Uhr

Cirk La Putyka (Tschechien)

Weiß der Bühnenboden, beschrieben mit riesiger Schrift. Dann übermalt mit roter Farbe. Ein aus schwerem Lehm aufgetürmter Thron für zwei Narrenkönige zwischen Liebe und Kampf, Versagen und Verzweiflung, Scham und Schuld. Von Livemusik geradezu angetrieben zeigt „Black Black Woods“ die Kollision zweier männlicher Körper in der Begegnung zwischen Vater und Sohn und alles, was zwischen ihnen existiert: der ewige Konflikt von Jung und Alt, von Provokation, Revolte und Kompromiss. Die Inszenierung ist vor allem aber ein sehr intimes und sinnliches Beziehungsporträt zweier ungeschützter Männer, die immer wieder nach Verständnis und Aussöhnung suchen, ohne dabei den anderen auch nur im Geringsten zu schonen.

ÂRTICA

PotsdamT-Werk Do, 2. Nov 19 Uhr
Do, 2. Nov 20.45 Uhr
Fr, 3. Nov 18 Uhr
Fr, 3. Nov 19.45 Uhr
Fr, 3. Nov 21.30 Uhr
Sa, 4. Nov 18.30 Uhr
Sa, 4. Nov 20 Uhr
Sa, 4. Nov 21.30 Uhr
Ârtica - Ponten Pie vergrößern
Ârtica - Ponten Pie (Photo: Eva G. Alcantara)

Ponten Pie (Spanien)

„ÂRTICA“ spinnt Erinnerungsfäden, wickelt sie auf gläserne Spulen und öffnet damit weit das Fenster zur poetischen Nostalgie. „ÂRTICA“ ist im wahrsten Wortsinne versponnen. Um dieses sensorische Abenteuer zu erleben, betreten die Zuschauer eine karge Holzhütte. Und weil drinnen beinah arktische Temperaturen herrschen, verteilen die Bewohner alte, abgetragene Mäntel aus allen Teilen der Welt. Die noch in den Mänteln steckenden letzten Geschichten und Geheimnisse werden dann mit kriminalistischem Spürsinn, skurriler Neugier und mit Hilfe einer mysteriösen Maschine zum Leben erweckt.

Konzert – Acrepearls

PotsdamT-Werk Do, 2. Nov 22 Uhr

Acrepearls (Deutschland)

Das Trio Acrepearls lässt Jazz und elektronische Tanzmusik aufeinanderprallen. Die Tracks mit Saxophon, Klavier und Schlagzeug entstehen spontan und live auf der Bühne. Neben Clubtracks, die mit Techno, Drum ‘n‘ Bass, Ambient und Dubstep spielen, gibt es auch immer wieder experimentelle und mystische Momente. Die drei Musiker verbinden elektronischen Beat mit der Liebe zur Improvisation und erforschen musikalisch die Schnittmengen zwischen Mensch und Maschine.

Saxophon, Loops: Kai Mader · Klavier, Synthesizer: Nicolas Schulze · Schlagzeug, Electronics: Thomas Leisner · Foto: Joachim Gessinger

Departure

PotsdamReithalle A Fr, 3. Nov 19 Uhr
Sa, 4. Nov 19 Uhr
Departure - Kalle Nio / WHS vergrößern
Departure - Kalle Nio / WHS (Photo: Tom Hakala)

Kalle Nio/ WHS (Finnland)

Ein Mann und eine Frau. Kompliziert die Beziehung, instabil der Ort ihrer Begegnung. Traum- und Trugbilder in Schwarz-Weiß fließen als großformatige Projektionen auf die Bühne. Mobiliar, Kleidungsstücke und Dinge führen ein Eigenleben, fordern die Gesetze der Schwerkraft heraus und befinden sich im Dauerzustand der Verwandlung. Das Stück ist wie ein Spiegelkabinett des Abschieds, das seine Themen aus den intensiven Darstellungen in den Filmen Antonionis bezieht und fragt, ob es möglich ist, einer anderen Person wieder und wieder als Fremder gegenüberzustehen. Dabei verschmilzt visuelles Theater mit Zirkus und Zauberei, Tanz mit Modedesign und Bildender Kunst.

Rothko Capel

PotsdamWaschhaus Potsdam Fr, 3. Nov 19.15 Uhr
Fr, 3. Nov 20.30 Uhr
Fr, 3. Nov 21.30 Uhr

Feikes Huis & Sjaron Minailo (Niederlande)

Große Holzschränke – schaufensterähnlich, lichtzellenartig. Schaurig-schön ihr Inneres. Verschwommen erscheinen Menschen mit Karren voller Gepäck. Später sieht man sie zu einem Berg von Toten aufgetürmt. Assoziativ bewegt sich die Bilderfolge zwischen Barbarei und Poesie, Himmel und Hölle, Leben und Tod. Ausgangspunkt für die mit Projektionen sowie kleinen Figuren und Objekten bespielte Videoinstallation sind die großformatigen Ölgemälde Mark Rothkos und die Musik Morton Feldmans, die beide auf abstrakte Weise die Verarbeitung des Holocaust gestalteten und danach fragten, welchen Wert die Kunst nach dieser Monstrosität noch haben könne.

Kokoro

Potsdamfabrik Potsdam Fr, 3. Nov 20.15 Uhr
Kokoro -  Lali Ayguadé Co. vergrößern
Kokoro - Lali Ayguadé Co. (Photo: Edu Pérez)

Lali Ayguadé Co. (Spanien)

Sie stehen sich selbst im Weg, aber ihre Widersprüche sind ihre Essenz. Daraus schöpfen sie Intensität, Sinnlichkeit und Poesie. Zwischen alten Kirchenbänken erzählen drei Männer und eine Frau von der Suche nach Identität, vergänglicher Schönheit und davon, dass Wandel und Veränderung unvermeidbare Konstanten menschlichen Lebens sind. Angst und Liebe, Geschlechtertausch und symbiotische Verschmelzung, Chaos und Perfektion – die Konstellationen wechseln zwischen Herrschaftsanspruch, Fremdbestimmung und Unterwerfung. Mit einer Mischung aus verschiedenen Einflüssen und Stilen des zeitgenössischen Tanzes entsteht daraus eine Geschichte, die so beeindruckend wie ihr Ausgang verblüffend ist.

Here lies Shakespeare

PotsdamT-Werk Fr, 3. Nov 21.30 Uhr
Sa, 4. Nov 21.30 Uhr

Les Antliaclastes (Frankreich)

Gräber, Leichen und Geschichten. Die Bühne ist ein riesiges Loch. Ort einer zweifelhaften Beerdigung oder archäologische Ausgrabungsstätte, gefüllt mit Skeletten und Wurzeln. „Here lies Shakespeare“ kreist mit vielen falschen Knochen um den Streit über die Identität Shakespeares beziehungsweise die Urheberschaft seiner Werke. Ist der unsterbliche Gigant etwa nur deshalb so berühmt, weil er gar nicht existierte? Welche anderen großen Täuschungen wurden noch gefeiert, welche Lügen über die Größe unserer Zivilisation wurden noch erzählt? Groteske und kryptische Antworten darauf finden diverse Arten von Puppen, Masken, Maschinen und Automaten, die zwischen Dies- und Jenseits daraus einen Stoff machen, aus dem die Träume sind.

Konzert – Somebody Else

PotsdamT-Werk Fr, 3. Nov 22.30 Uhr

Somebody Else (Deutschland,USA)

Das erste Album der siebenköpfigen Band Somebody Else hieß „Music is life“. Was nach Lebensgefühl klingt, ist ein Mix aus Funk, Soul, Hip-Hop, Blues, Jazz und Gospel, verschmolzen zu einem eigenen Sound, den die Band selbst Classical Pop nennt. Urban, tanzbar und nicht zuletzt durch die Spontanität des Frontmanns Fisal Campbell immer wieder anders, der hingebungsvoll im Freestyle aus einfachen Melodien und Textsplittern Songs mit Strophen und Refrain erfindet.

Gesang: Fisal Campbell · Keyboards: Tino Kowalewsky · Gitarre: Matti Michalscheck · Bass: Raphael Seidel · Schlagzeug: Thilo Brandt · Trompete: Lisa Buchholz · Saxophon: Niko Zeidler · Foto: Brian Hammerschmidt

2062

PotsdamWaschhaus Potsdam Sa, 4. Nov 19 Uhr
Sa, 4. Nov 21.30 Uhr
2062 - Karla Kracht & Andrés Beladiez vergrößern
2062 - Karla Kracht & Andrés Beladiez (Photo: Gerardo Sanz)

Karla Kracht & Andrés Beladiez (Deutschland,Spanien)

Wie in einem Computerspiel geistern sie durch Trümmerstädte, Lager- und Sperrzonen: kleine, possierliche Totenkopffiguren. Scharenweise verfolgt, vertrieben und vergessen. Im Himmel ist kein Platz mehr, aber als ertrunkene Flüchtlinge kennen sie den Meeresgrund besser als jeder andere. „2062“ ist ein düsterer Ausblick auf eine Welt, die auf die nächste Finanzkrise wartet, in der Grenzen mit blutigen Strichen neu gezogen und in der alte Ideale zu Börsendaten pulverisiert werden. „Live Cinema“ nennen Karla Kracht und Andrés Beladiez ihre in Echtzeit projizierten Videos, die sie mit Schattenspielen anreichern, um zeit- und gesellschaftskritische Arbeiten zwischen Animation, Performance und Installation zu kreieren.

als ES über uns kam

Potsdamfabrik Potsdam Sa, 4. Nov 20.15 Uhr
als ES über uns kam - Meinhardt Krauss Feigl vergrößern
als ES über uns kam - Meinhardt Krauss Feigl (Photo: Michael Krauss, Andreas Meinhardt)

Meinhardt Krauss Feigl (Deutschland)

Ein Quadrat aus transparenten Wänden, schräg aufgestellt in der Bühnenmitte. Ein virtueller, imaginärer Raum, darin eingeschlossen ein Paar. Ein Innenraum ihres Unterbewusstseins, voller kurioser Wesen, komischer Geschehnisse und dunkler Triebe. Immer neue Bilderrätsel entstehen: Straßen, Wellen, Flammen. Anziehung und Abstoßung – das Ich ist nach Sigmund Freud bekanntlich nicht Herr im eigenen Haus. In Anlehnung an sein Drei-Instanzen-Modell der Psyche visualisiert das Stück Freuds Theorie vom machtvollen Unbewussten und wirft mittels Bewegungstheater, Projektionen und Text ein feingesponnenes Netz über den Zuschauer, bestehend aus Ich, Es und Über-Ich.

Konzert – Banda Internationale

PotsdamT-Werk Sa, 4. Nov 22.30 Uhr

Banda Internationale (Deutschland)

Seitdem die Dresdner Brass-Band Banda Comunale in den letzten Jahren Musiker aus Syrien, Irak, Iran und Burkina Faso mit ins Boot holte, ist Banda Internationale das spannendste Bandprojekt der sächsischen Hauptstadt. Die Musiker lassen traditionelle und zeitgenössische Rhythmen aus den Herkunftsländern zusammenfließen und mischen dabei Afrobeats und arabische Melodien mit lateinamerikanischen Cumbias, dreckigem Rock ‘n‘ Roll, Funk und Ska.

Cello: Akram Younus Ramadhan Al-Siraj · Geige: Karzan Mustafa · Oud: Thabet Azzawi · Kanun: Al Hasan Al Nour · Trompete, Flügelhorn: Germi Riess, Alexander Valnov · Trompete: Arystan Petzold · Klarinette, el. Kalimba: Michal Tomaszewski · Tenorsaxophon, Querflöte: Richard Ebert · Alt- & Baritonsaxophon: Julian Loehr · Posaune: Martin Schulze, Felix Korte · Helikon: Alfred Haberkorn · Sousaphon: Peter Birkenhauer · Schlagzeug: Arne Müller · Snare Drum: Qutaiba Abu Rashed · Gitarre, Gesang, Schlagzeug,Percussion: Ezé Wendtoin · Foto: Heimat-Sound

Abschlussparty – Djane Darjeeling

PotsdamT-Werk Sa, 4. Nov 23.59 Uhr

Organisatorisches

Veranstalter, Informationen und Kartenservice

T-Werk
Schiffbauergasse 4E
14467 Potsdam
Tel: 0331-719139
Fax: 0331-710792
kontakt@t-werk.de
www.t-werk.de
www.unidram.de

Anfahrt

Anfahrt Ab Potsdam Hbf. mit der Tram 93 und 99 bzw. Bus N16 bis Schiffbauergasse

Fremdenverkehrsinformationen

Tourist-Info am Alten Markt, Luisenplatz 3 und im Hauptbahnhof,
Tel: 0331-27558899
www.potsdamtourismus.de

Zuletzt aktualisiert am: 2017-10-12