

12. Internationales Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land
Vor 12 Jahren entstand das Internationale Puppentheaterfestival aus dem Willen, die damals gerade entstandene Dauerausstellung des Kreismuseums Bad Liebenwerda «Von der Schusterahle zum Marionettenzwirn» lebendig zu illustrieren. Die Schau stellt das mitteldeutsche Wandermarionettentheater, in der Region entstanden, in den Kontext der anderen lokalen Gewerke.
Damit präsentiert das Kreismuseum eine Puppentheaterausstellung aus einer soziokulturellen Sicht, wie sie kein anderes Museum in Deutschland zeigt.
Da ein Museum jedoch kein Theater ist, standen die Macher vor der Frage: Wie ist das Marionettentheater dem Besucher lebendig zu vermitteln? Also begann man, Puppenspieler einzuladen und rief schließlich 1998 über das Kulturamt des Landkreises ein Puppentheaterfestival ins Leben. Seitdem wird jährlich im Kreismuseum Finsterwalde ein einwöchiges Fest eröffnet, das große und kleine Freunde des Puppenspiels in Scharen anzieht.
Bisher nahmen über einhundert Bühnen aus 16 Ländern, unter anderem aus Mexiko, den USA, Australien, Spanien und Russland sowie aus den Nachbarländern Tschechien, Österreich, Belgien und Frankreich teil.
Das 12. Festival steht ganz im Zeichen der Familien, denn das Abendprogramm bezieht die fast jugendlichen Kinder mit ein, wenn sich der Vorhang öffnet zu Roland Polanskis «Tanz der Vampire», zu Mussorgskys «Boris Godunow» oder zum alten Puppenspiel vom «Doctor Faust».
Mit diesen drei Stücken ist der Repertoirebogen des Festivals skizziert: Wieder werden musikalische Inszenierungen aufgeführt, aber auch solche nach literarischen oder filmischen Quellen.
Das Festival zeigt mit seinen 22 Inszenierungen die Vielfalt der thematischen Möglichkeiten moderner Puppenspielaufführungen. Sie beziehen auch politische Themen wie das Ringen der KZ-Häftlinge in Ravensbrück um Menschenwürde («1944 – Es war einmal ein Drache») oder die ethnisch-religiösen Probleme im heutigen Libanon («Die Königin der Farben») mit ein.
Puppenspiel ist der Zeit des Kaspertheaters längst entwachsen. Aber es ist nach wie vor ein Genre vorrangig für Kinder und so fehlen auch beliebte Märchen wie «Hase und Igel», «Rotkäppchen» oder «Das tapfere Schneiderlein» nicht.
Es lohnt sich also, mit der Familie Ende September ins Elbe-Elster-Land zu kommen.

Kreismuseum Finsterwalde
Einfach weggeworfen
Puppenspieler Volkmar Funke (Coswig)
Und ein Puppenstück für Kinder mit der Marionettenbühne Dombrowsky
Das Programm des Puppentheaterfestivals ist noch im Werden, es ist der «KulturZeit» 2/2010 (erhältlich im Kulturamt des Landkreises), die im Sommer erscheint und der Tagespresse zu entnehmen.
Das detaillierte Programm finden Sie ab Juli 2010 auch unter www.lkee.de.

Kreismuseum Finsterwalde
Lange Straße 6-8
03238 Finsterwalde
Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster
Anhalter Straße 7
04916 Herzberg
03535 - 465 106
Fax: 03535 - 461 02
kulturamt@lkee.de
www.lkee.de
Kreismuseum Bad Liebenwerda
Burgplatz 2
04924 Bad Liebenwerda
035341 - 124 55
Kreismuseum Finsterwalde
Lange Straße 6-8
03238 Finsterwalde
03531 - 307 83 oder 501 989
Anfahrt Mit der Bahn RE 5 bis Falkenberg (Elster), mit Anschluss nach Bad Liebenwerda