

Virtuoso assoluto!
Die Lust an der Schwierigkeit.
Paganini – Liszt – Chopin
Was ist virtuos? Alles was sich so sehr steigern lässt, dass man es zu einer Vortrefflichkeit bringt, die alle verblüfft? Im 18. und 19. Jahrhundert erlangten Star-Virtuosen in Musik und Theater eine solche Popularität, dass man den Begriff des Virtuosen nahezu ausschließlich mit diesen Künsten in Verbindung brachte. Sie schufen Werke, die nur sie selbst und kein anderer zu spielen vermochte und mit denen sie konkurrenzlosen Ruhm erlangten. Der erste Vertreter dieser «Darstellungswut» im Musikbetrieb des 19. Jahrhundert war Niccolò Paganini, der «Hexenmeister auf der Geige». Von Liszt und Chopin bewundert und kopiert, erfand Kunstgriffe auf der Violine, die niemand zuvor für möglich gehalten hatte und mit denen er die Technik des Geigenspiels revolutionierte. Zahnlosigkeit verlieh ihm dämonische Züge. Mit seiner diabolischen Erscheinung und den sagenhaften Fähigkeiten seiner unfassbar dehnfähigen Hand machte er das größte Vermögen, das je ein Geiger erspielte. Sein Leben ist bis heute von Geheimnissen umwittert, zum Teil von ihm selbst genährt, um seinen Konzerten größere «publicity» zu verschaffen.
Auch der preußische König Friedrich II. war ein brillanter Stratege seiner Selbstinszenierung. In Kooperation mit der SPSG Berlin-Brandenburg präsentieren die Hofkonzerte daher ein musikalischtheatralisches Duell zwischen König Friedrich II. und König Voltaire.
Schlosstheater des Neuen Palais Sanssouci
Eröffnung der 21. Potsdamer Hofkonzerte
FilmConcert, Premiere
Film von Volker Schmidt-Sondermann und Axel Fuhrmann
Eine Co-Produktion von SWR, MDR, WDR, ORF, SF, AVRO und merkur.tv
Mit Ingolf Turban, Violine
In ihrem Film begleiten die Autoren zwei Urenkel Paganinis, Andrea und Stefano Paganini, bei ihren spannenden Nachforschungen zur Lebens-und Krankheitsgeschichte ihres Vorfahren. Mit forensischen Mitteln wie Blut-und Haaranalysen gehen deutsche und österreichische Forscher der Vermutung auf den Grund, dass auf Paganini ein Fluch lastete – der Fluch einer heimtückischen Erbkrankheit, des Marfan-Syndroms (Spinnenfingrigkeit).
Die Dokumentation erzählt, durch welche Umstände Paganini zum Teufelsgeiger wurde und sucht wissenschaftliche Erklärungen für seine Virtuosität.
Schlosstheater des Neuen Palais Sanssouci
Virtuosi di Paganini
Ingolf Turban, Violine/Leitung
Schlosstheater des Neuen Palais Sanssouci
Ulrich Noethen, Rezitation
Hideyo Harada, Klavier
Werke von Frédéric Chopin
Vergangenes Jahr feierten wir den 200. Geburtstag des polnischen Virtuosen Frédéric Chopin. Aufgrund der großen Nachfrage übernehmen die Hofkonzerte das Programm mit Ulrich Noethen und Hideyo Harada auch in die neue Hofsaison.
«Ich möchte ihm (Liszt) die Art stehlen, wie er meine Etüden interpretiert», meinte Chopin einmal. So kommen Zeitzeugen wie Franz Liszt, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und George Sand zu Wort, und Briefe aus der Hand des Komponisten ermöglichen eine Annäherung an den «Chopin des Klaviers».
Schlosstheater des Neuen Palais Sanssouci
Corinna Harfouch, Rezitation
Hideyo Harada, Klavier
Auszüge aus den «Années de Pélerinage» und anderen Klavierwerken
Die Sensation, welche sich an Paganinis Geige knüpfte, wurde durch einen anderen Virtuosen in erhöhtem Grad am Klavier wiederholt – durch Franz Liszt. Zu den wichtigsten Aspekten seiner Biographie gehört die Beziehung zur Gräfin Marie d’Agoult. In Genf wurde beider Tochter geboren, am Comer See Cosima, die später Richard Wagner heiraten sollte. Anlässlich seines 200. Geburtstages präsentieren Corinna Harfouch und Hideyo Harada u.a. den Briefwechsel zwischen der sechs Jahre älteren Gräfin und dem «Virtuoso assoluto».
Schlosstheater des Neuen Palais Sanssouci
Texte von Dramaturg Dieter Hildebrandt
Dieter Mann, Voltaire
Gunter Schoß, Friedrich II.
Christoph Huntgeburth, konzertierender Friedrich II., auf einer Originalflöte von 1770
N.N., Cembalo
Das «Duell in Sanssouci» betrifft den längsten und letzten Aufenthalt Voltaires in Potsdam, der von 1750 bis 1753 währte. Friedrich ist scharf auf den Grammatiker, den Weltmann Voltaire. Aber als er ihn da hat, ihn zum Kammerherrn ernennt und mit einer Leibrente ausstattet, wird die Freundschaft zum Nervenkrieg. Ein musikalisch-theatralisches Duell unterbrochen von Versöhnungsszenen, nonchalant kommentierter Zeitgeschichte, Flötenkonzerten, sowie gegenseitiger Versorgung mit Versen und Arzneien.

Gunter Schoß als Friedrich II.
Konzert- und Künstleragentur Barbara v.Heidenreich
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