Musikfesttage an der Oder

i Frankfurt (Oder) Frankfurt/Oder
Porträt mit Gitarre
Sharon Isbin

Ein Festival voller Kunst und Musik 4. März bis 13. März 2011

Die Deutsch-Polnischen Musikfesttage 2011 widmen sich zum Gedenken an den 200. Todestag von Heinrich von Kleist mit einem besonderen Programm diesem, neben Carl Philipp Emanuel Bach anderen großen Künstler-Sohn der Region.

Das Festivalmotto «Die Musik ist die Wurzel aller Künste» – ein Zitat nach Heinrich von Kleist, entnommen einem Briefwechsel mit seiner Cousine Marie aus dem Jahr 1811 – vereint die emotionale Kraft der Musik mit der schöpferischen Tiefe der in Kleists Werken angelegten musikalischen Intensität.

Neben dem Schwerpunkt zum Kleist-Jahr stehen ein elegantes Musikballett des Teatr Wielki Poznań, Oper aus Cottbus, grandiose Chormusiken oder große und kleine Orchesterensembles auf dem Programm.

Besonderes international wird es beim Konzertaustausch: Solisten, Ensembles und Orchester aus vier Ländern spielen auf deutscher wie polnischer Seite der Oder an verschiedenen Orten. Zehn Festivaltage zum Erleben, Staunen und Genießen – zweisprachig, vielfältig und immer überraschend!

Auswahl aus dem Programm 2011

Freitag, 4. März 18 Uhr

Konzerthalle «Carl Philipp Emanuel Bach», Großer Konzertsaal

Kleist-Kompositionen

Tobias Künzel (Die Prinzen), Rezitation
Jovanka von Wilsdorf (Scheining), Rezitation und Textinszenierung
Katrin Adel, Sopran
Clemens Bieber, Tenor
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Dirigent: Philippe Bach

V. Ullmann: Ouvertüre zu «Der zerbrochene Krug», S. Matthus: Unter dem Holunderstrauch, W. Rihm: Penthesilea-Monolog, J. Joachim: Kleist-Ouvertüre g-Moll, H. Wolf: Penthesilea

«Kleist ist unkomponierbar», urteilte kurz und knapp Richard Strauss. Dass dies überhaupt nicht zutrifft, beweisen die Werke des Eröffnungskonzertes zu den Musikfesttagen. Anlässlich des Gedenkjahres zum 200. Todestag von Heinrich von Kleist zieht das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt alle Register der sinfonischen Klangkunst und sein Publikum in den Sog der Dramen dieses großen Sohnes der Stadt Frankfurt (Oder).

Samstag, 5. März 19.30 Uhr

Kleist Forum, Großer Saal

Filmlivekonzert «Waltz with Bashir»

Dresdner Sinfoniker
Dirigent: Andrea Molino
Komponist: Max Richter

Film-Live-Fassung mit Orchester zum Film und originaler Tonspur. Ein Konzertprojekt im Auftrag der Musikfesttage an der Oder. Der bahnbrechende animierte Dokumentarfilm von Ari Folman ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit einem der dunkelsten Momente des Libanon-Israel-Konflikts. Diese deutsch-französisch-israelische Koproduktion ist ein bewegendes Dokument für die Kraft der Kunst und Musik.

comicähnliche Zeichnung

Waltz with Bashir

Freitag, 11. März 19.30 Uhr

Konzerthalle «Carl Philipp Emanuel Bach», Großer Konzertsaal

Unter der Sonne Spaniens

Sharon Isbin, Gitarre
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
Dirigent: Howard Griffiths

R. Strauss: «Don Juan», Ch. Rouse: «Concert de Gaudi» für Gitarre und Orchester, Mahir Cetiz: Uraufführung, M. de Falla: Drei Tänze aus «Der Dreispitz»

Seit jeher haben sich Komponisten vom mediterranen Ambiente Spaniens anregen lassen. Man denke etwa an Richard Strauss und dessen sinfonische Dichtung «Don Juan», die ihre Entstehung zumindest indirekt Tirso de Molinas berühmter «Don Juan»-Dramatisierung verdankt. Klanglich nicht minder opulent als de Falla und Strauss kommt das «Concert de Gaudi» daher, das der amerikanische Komponist Christopher Rouse für die Gitarristin Sharon Isbin komponierte und auch das neue Werk des türkischen Komponisten Mahir Cetiz wird seinen mediterranen Charakter nicht verleugnen.

Sonntag, 13. März 17 Uhr

Konzerthalle «Carl Philipp Emanuel Bach», Großer Konzertsaal

Theater des Todes – Für die Lebenden

G. Verdi: Messa da Requiem
Catherine Cangiano, Sopran
Friederike Meinel, Mezzosopran
Daniel Sans, Tenor
Thomas Peter, Bass
Großer Chor der Singakademie Frankfurt (Oder)
Kammerchor Adoramus Słubice
Sinfonieorchester der Pommerschen Philharmonie Bydgoszcz
Dirigent: Rudolf Tiersch

Verdis Requiem ist ein Werk konzentrierter menschlicher Emotionen. Scheinbar filmischen Prinzipien gehorchend, gibt es musikalische Nah- und Fernaufnahmen, Zeitlupe und Zeitraffer, Überblendungen und Schnitte. Tempo und Perspektiven wechseln. Der Große Chor der Singakademie und ein Solistenquartett junger, international bekannter Opernsänger verwandeln dieses Ausnahmewerk in ein Klangwerk cineastischer Ausmaße.

Organisatorisches

Informationen und Kartenservice

Messe und Veranstaltungs GmbH
Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335 - 40 10 120
Fax: 0335 - 40 10 145
E-Mail: ticket@muv-ffo.de
www.muv-ffo.de
www.musikfesttage.de

Anfahrt

Halbstündlich mit der Bahn RE 1 ab Berlin Hbf

Tourist-Information Frankfurt (Oder)
Telefon: 0335 - 325 216
www.frankfurt-oder-tourist.de

Aktualisiert am: 2011-02-25 nach oben