

Die Mitarbeiter des Brandenburgischen Literaturbüros planen mit Autoren und Schauspielern über 60 Lesungen jährlich, die in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Theatern, Buchhandlungen, Galerien und Museen im ganzen Land Brandenburg stattfinden. Besonders die Veranstaltungsreihen in Cottbus/Lübbenau (Lausitzer Lesart) und Zossen/Wünsdorf, die Premnitzer und Luckenwalder Literaturgespräche finden großen Zuspruch.
Seit 2001 organisiert das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam die Tafelrunde Sanssouci in den Neuen Kammern, zu der es prominente Gäste einlädt, um über Grundfragen der Zeit zu diskutieren. Ein zweiter Schwerpunkt in der Arbeit des Brandenburgischen Literaturbüros ist die Popularisierung der regionalen Literaturgeschichte. In Ausstellungen zu Schriftstellern oder über einzelne Epochen und Themen der Literatur geschichte, in begleitenden Publikationen sowie in Informationsmaterial über die Literaturgedenkstätten des Landes wird die literarische Tradition der Region thematisiert.
Gemeinsam mit dem «literarischen colloquium in Berlin» betreibt das Brandenburgische Literaturbüro das regionale Literaturportal «literaturport», das Informationen zu verschiedenen Aspekten der Literaturgeschichte und literarischen Gegenwart in Berlin und Brandenburg anbietet.
Potsdam, Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47
Buchpremiere
Wolfgang Büscher stellt sein Buch vor.
Moderation: Kasia Kaminska
Zu Fuß in das Herz Amerikas, drei Monate lang, 3.500 Kilometer von Nord nach Süd: Wolfgang Büscher hat das Abenteuer gewagt. Er lässt sich durch die schneebedeckte Prärie Nord-Dakotas treiben, entdeckt den verlassenen Ort Hartland, der einst Heartland hieß, und freundet sich in den Great Plains mit einem rätselhaften indianischen Cowboy an.
Potsdam, Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47
Alte und neue Kolumnen
Lesung
Harald Martenstein ist Autor der Kolumne «Martenstein» im ZEITmagazin und Redakteur beim Berliner Tagesspiegel. Sein Roman «Heimweg» wurde im September 2007 mit der Corine ausgezeichnet, 2010 erhielt er den Curt-Goetz-Ring. Außerdem erschienen Kolumnensammlungen «Männer sind wie Pfirsiche» und «Der Titel ist die halbe Miete». 2010 erschien der Roman «Gefühlte Nähe».

Harald Martenstein (Photo: S. Schleyer)
Potsdam, Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47
Die Autorin und Übersetzerin Julia Schoch im Gespräch mit Sigrid Löffler Für die Übersetzung des Romans «Haut und Knochen» von Georges Hyvernauds erhielt die Potsdamer Autorin Julia Schoch den André-Gide-Preis für deutsch-französische Literaturübersetzungen. Georges Hyvernaud zählt zu den Wiederentdeckungen in der französichen Literatur.
Kurt-Mühlenhaupt-Museum Bergsdorf, Dorfstr. 1, 16792 Zehdenick OT Bergsdorf
Lesung und Gespräch
Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller
Moderation: Hendrik Röder
1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst, denn auf Stalins Befehl hin soll die deutschsprachige Bevölkerung Rumäniens in russische Arbeitslager deportiert werden.
«Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15 ˚C.»
So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation. Anhand dieses besonderen Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker und Freund Oskar Pastior (1927-2006) hat sie den Stoff entwickelt und zu einem großen Roman geformt.
Kartenvorbestellung im Fremdenverkehrsbüro Zehdenick
Das Brandenburgische Literaturbüro und das Kurt Tucholsky Literaturmuseum sammeln private Tagebücher und Briefe aus Brandenburg. Präsentiert werden die Aufzeichnungen auf dem ersten deutschsprachigen Portal für historische Tagebücher www.zeitstimmen.de. Eine Auswahl von Tagebüchern aus den Jahren 1944-1949 ist als Buch erschienen.
Die Russen sind da Kriegsalltag und Neubeginn 1945 in Tagebüchern aus Brandenburg
Hrsg. v. Peter Böthig und Peter Walther, mit einem Essay von Alexander Gauland, Berlin,
Lukas Verlag, 2010, 512 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen.

Brandenburgisches Literaturbüro
Katarzyna Kaminska-Hoffmann
Hendrik Röder
Dr. Peter Walther
Große Weinmeisterstraße 46/47
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