

Jedermann in der Lausitz
Salzburg bekommt Konkurrenz aus Senftenberg
Ab dem 16. September 2011 bekommt Salzburg Konkurrenz aus Senftenberg. Die NEUE BÜHNE präsentiert im 8. GlückAufFest mit «Jedermann» erstmals das berühmte Spiel vom Sterben des reichen Mannes in der Lausitz und im Brandenburger Land. Für das Stück, das nach mittelalterlichen Quellen entstand, hat das Theater einen ganz besonderen Spielort in Senftenberg ausgewählt, über dem noch der Schleier des Geheimnisses liegt. Nur so viel sei verraten: es sind nicht die Domtreppen, es ist auch nicht die Bühne in der Theaterpassage 1, wo Gott und Teufel, Tod und Mammon, Buhlschaft und Glaube den reichen Jedermann aufsuchen und verführen wollen. Das Spiel des «Jedermann», in einer Bearbeitung von Manfred Wekwerth nach Hans Sachs und Hugo von Hofmannsthal, wird sich an einem Ort ereignen, der unverwechselbar für Senftenberg, die Lausitz und das Publikum ist. Und damit wird dieser Lausitzer «Jedermann» etwas einmaliges darstellen, das ihn von allen anderen Inszenierungen, sei es in Salzburg oder Berlin, unterscheidet. Mit viel Musik, alten und neuen Liedern – live gespielt und gesungen von der Kultband «Wallahalla» – und dem einmaligen Schauspielensemble der NEUEN BÜHNE wird das 8. GlückAuf-Fest «Jedermann» die bisherigen sieben um ein weiteres spektakuläres Theaterereignis bereichern.
Erinnern wir uns an die Erfolgsstory der GlückAufFeste. Im Herbst 2004 aus der Taufe gehoben, haben sie mittlerweile Kultstatus. Zu Beginn jeder neuen Spielzeit locken sie Tausende von Zuschauern aus der Stadt, der Region und ganz Deutschland an die kleine Bühne im Herzen der Lausitz, die bekanntlich vor einigen Jahren neben den großen Häusern in Hamburg, Berlin und München zum besten deutschsprachigen Theater gekürt wurde.
Mit dem ersten Theaterspektakel GlückAufFest «Anfänge» begann 2004 unter Leitung des Intendanten Sewan Latchinian eine neue Ära der traditionsreichen Bühne, die seitdem Jahr für Jahr zu einem künstlerischen Lebensmittelpunkt der Region geworden ist.
Das 2. GlückAufFest «Werte» war eine Reise zu den Klassikern. Schillers «Die Räuber», Goethes «Iphigenie auf Tauris», Heinrich Heines «Deutschland ein Wintermärchen», «Michael Kohlhaas» von Kleist und etliche andere Iszenierungen begeisterten nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Presse, die resumierte: «Das Wunder in der ostdeutschen Provinz».
Das 3. GlückAufFest im Herbst 2006 lud das Publikum mit einer Vielzahl der besten Komödien der Weltliteratur zum «Lachen» ohne Ende ein, zumindest bis zum gemeinsamen Frühstück in den frühen Morgenstunden auf der Bühne. Die Sächsische Zeitung sprach von der «Erfolgsstory im Heidesand. Sie haben gut lachen in Senftenberg!»
Die von über 5.000 Zuschauern besuchte Inszenierung «Faust 1 und 2» aus dem 4. GlückAufFest «Fäuste» wurde 2008 von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste für den Deutschen Theaterpreis «Der Faust» in der Kategorie «Beste Regie Schauspiel“ nominiert. Die nächtlichen Busfahrten zu den verschiedensten Spielstätten in Senftenberg – von der Rennaissance-Festung bis zur Sparkasse – wurden zu einem unvergesslichen Event, über das die Stadt noch heute spricht.
Das 5. GlückAufFest entführte das Publikum unter dem Titel «Träume» in die Welt von Shakespeares «Ein Sommernachtstraum». Ein wahres Labyrinth klingender und phantastisch geschmückter Wege leitete die Zuschauer vom Militärcamp des Theseus in die Werkstatt der Handwerker, zu den schneebedeckten Waldhügeln des Elfenpaares Oberon und Titania, in den Zauberwald von Puck und schließlich ins Hochzeitszelt, wo ein opulentes Menu und das furiose Spiel von Pyramus und Thisbe den krönenden Abschluss boten.
Das 6. GlückAufFest im Jahr 2009 war Ausgrabung und Entdeckung zugleich. Es widmete sich dem Werk des vollkommen zu Unrecht vergessenen und verkannten Dichters Christian Dietrich Grabbe. Vier seiner Stücke – «Die Hermannsschlacht», «Napoleon oder die hundert Tage», «Hannibal» und «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung» – sowie «Grabbes Grab» von Sewan Latchinian, allesamt an einem Abend geboten, zogen über 4 000 Zuschauer von Nah und Fern in ihren Bann.
Das 7. GlückAufFest «Dostoprimetschatelnosti» (Sehenswürdigkeiten) war erneut ein «Höhepunkt der immer im Heutigen wurzelnden Senftenberger Theaterarbeit» (Theater heute). Ausschließlich Stücke russischer Autoren, mit den «Drei Schwestern» von Tschechow im Zentrum, eingebettet in eine phantasievolle russische Atmosphäre, erzeugten ein solches Interesse, dass bereits zur zweiten Vorstellung alle angesetzen Termine ausgebucht waren.
Deshalb an dieser Stelle der dringende Tipp: Sichern Sie sich für das 8. GlückAufFest «Jedermann» an spektakulärem Ort rechtzeitig Ihre Karten!

GlückAufFest 2010 (Photo: S. Rasche)
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