
Das Kammermusikfestival in der brandenburgischen Schorfheide
Der Förderverein Beberseer Konzertwochen stellt sich der Aufgabe, die Region kulturell zu beleben und die musikalische Ausbildung in der Uckermark zu stärken. Mit dem «Bebersee Festival» fördert der Verein den musikalischen Nachwuchs und zieht internationale Gäste – Künstler wie Besucher – in die Schorfheide.
Der nicht alltägliche Festspielort, ein Hangar des ehemaligen sowjetischen Militärflughafens Groß Dölln, auf dem zur Zeit des Kalten Krieges bis zu 12.000 sowjetische Soldaten sowie Kampfflugzeuge stationiert waren, ist Teil des Gesamtkonzeptes. Die Geschichte dieses «verlassenen Ortes» soll bewahrt und an ihm die Gegenwart und Zukunft der Region mitgestaltet werden.
Auf Initiative des Pianisten Markus Groh schließen sich hier jedes Jahr international renommierte Musiker zusammen und bitten das Publikum, sich auf ausgefallene Programme einzulassen. Dabei musizierten bereits so hochkarätige Künstler wie Akiko Suwanai, Claudio Bohórquez, Boris Pergamenschikow, Antje Weithaas, Viviane Hagner, Adrian Brendel, Arabella Steinbacher, Claudia Barainsky, Hans Leygraf, Baiba Skride, Matthias Kirschnereit und das Klavierduo Yaara Tal / Andreas Groethuysen.
Das achte Bebersee Festival in der Brandenburgischen Schorfheide ist den Jubilaren Frédéric Chopin (1810-1849) und Robert Schumann (1810-1856) gewidmet, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Beide Komponisten haben die Klaviermusik revolutioniert und die Epoche der Romantik nachhaltig geprägt.

Photo: Rex Schober
Zwischen dem 10. und 18. Juli erklingen unter der künstlerischen Leitung des Festivalgründers Markus Groh Klavierwerke, Lieder und Kammermusik von Chopin und Schumann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beziehung Deutschlands und Polens, entsprechend der Herkunft der Komponisten aus Żelazowa-Wola bei Warschau und Zwickau.
Viele namhafte Künstler aus beiden Ländern werden die Musik unter verschiedensten Gesichtspunkten beleuchten. Auch manche Rarität wird das Programm bereichern.

Markus Groh (Photo: Jörg Weber)
Als Veranstaltungsort dient seit 2009 ein neuer Konzerthangar auf dem Flughafen Groß Dölln, der noch attraktivere Möglichkeiten für Künstler und Zuhörer bietet.
Wie in den letzten Jahren hält Manfred Osten, ehemaliger Generalsekretär der Alexander von Humboldt Stiftung, einen Vortrag zum Thema.

Blick auf den Konzerthangar in Groß Dölln (Photo: Jörg Weber)
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