
Annenwalde – Das Dorf macht Geschichte(n), und das nun schon seit mehr als 255 Jahren. Damals war es ein Mecklenburger, der hier den Wald rodete, 20 ausländische Familien ansiedelte, für sie die Häuser baute und eine grüne Waldglashütte errichtete.
Der 15. Januar 1754 gilt als die Geburtsstunde des Glasmacherdorfes. Etwa 10 Jahre später war es der Preuße J.Ch. Brockes, ein vom König hoch geschätzter Glasschleifer aus Potsdam, der die Annenwalder Glashütte kaufte und das Dorf zum Blühen brachte.
111 Jahre lang wurde in Annenwalde Glas gemacht, dann war dieses Handwerk vergessen.
1995 begann der Verein «Glashütte Annenwalde», das traditionelle Handwerk wieder in die Uckermark zu holen. Nach fünf Jahren war er am Ziel: Im Dorfzentrum öffnete die neue Glashütte ihre Pforten. Zwei Jahre wurde traditionell Glas geschmolzen dann suchten die Annenwalder nach neuen, modernen Glastechniken und fanden diese in der Fusingtechnik, mit der der Bildhauer und Glasgestalter Werner Kothe die Glashütte bekannt gemacht hat.
Inzwischen gibt es in dem kleinen Ort viele touristische Angebote, zahlreiche Künstler und vor allem – Neuansiedlungen. Ein Dorf, das wirklich lebt!
Zwischen Templin und Lychen zweigt in Densow der Weg nach Annenwalde ab
Mit der Bahn ab Berlin: RE 5 bis Fürstenberg (Havel) oder RB 12 bis Templin, von dort Bus 517